Grossenaspe : 260 000 Besucher kamen nach Eekholt

Wildpark-Geschäftsführer Wolf-Gunthram Freiherr von Schenck (von links), die heutige Inhaberin Isabelle Mahnert sowie die Parkgründerin Theda Hatlapa forderten die Gäste des Neujahrsempfangs auf, ihre Gedanken zum Park auf große Blumen zu schreiben.
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Wildpark-Geschäftsführer Wolf-Gunthram Freiherr von Schenck (von links), die heutige Inhaberin Isabelle Mahnert sowie die Parkgründerin Theda Hatlapa forderten die Gäste des Neujahrsempfangs auf, ihre Gedanken zum Park auf große Blumen zu schreiben.

Rekord: Allein bei einer Dunkel-Munkel-Nacht wurden 6349 Besuchern gezählt.

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11. Januar 2015, 08:00 Uhr

Grossenaspe | Ein sonniger Sommer sowie ein ebenso goldener Herbst bescherten dem Wildpark Eekholt eine überaus positive Bilanz zum vergangenen Jahr. Rund 260  000 Besucher (2013: 222 000 Besucher) streiften als Tagesgäste durch die Anlage oder nutzten die Übernachtungsmöglichkeiten für mehrtägige Aufenthalte.

„Dennoch hatten wir den stärksten Besuchertag nicht zum Osterfest oder am Feiertag des 3. Oktobers, sondern, mit 6349 Besuchern in der Dunkel-Munkel-Nacht „Feuer und Flamme“ im November“, hieß es dazu im Jahresbericht, den Wolf-Gunthram Freiherr von Schenck, Geschäftsführer des Wildparks und die Leiterin der Wildparkschule, Ute Kröger, auf dem Jahresempfang am Donnerstagabend vorstellten. Deutlich gesteigert werden konnte auch der Verkauf der Jahreskarten, der mit 6500 Karten (2013: 6000) zu Buche schlug.

Mehr Schülergruppen als im verregneten Vorjahr konnte die Wildparkschule verzeichnen. Rund 7000 Kinder und Jugendliche wurden auf dem Projektgruppengelände betreut. „Zu den Stammgästen gehören aber auch Pfadfinder, Jugendfeuerwehren, Konfirmanden und Musikanten“, erläuterte Ute Kröger. Insgesamt machte der Gesamtbesucheranteil bei Kindern und Jugendlichen wieder 45 Prozent aus. Beachtlich gestiegen ist mit mehr als 2200 Teilnehmern (2013: 1700 Teilnehmer) außerdem die Zahl an Kindergeburtstagen, die im Wildpark gefeiert wurden.

Ebenso gut angenommen wurde wieder das Programm der Sonderveranstaltungen wie zum Beispiel das Wikingerlager mit 10 000 Besuchern, der Indianertag mit 4000 Teilnehmern und die Wildweihnacht, zu der trotz Dauerregens dennoch 1000 Besucher kamen.

Zunehmend Bedeutung gewinnt der Wildpark Eekholt auch im Rahmen der bildungspolitischen Diskussion zum Thema Mensch und Natur. „Im Rahmen eines bundesweiten Umweltbildungssymposiums unter dem Titel ‚Wildpark, Tierpark, Zoo – außerschulische Lernorte zwischen Anspruch und Wirklichkeit“ hatte der Wildpark die Möglichkeit, sein Konzept vorzustellen“, berichtete Ute Kröger. Als entscheidendes Kriterium bezüglich der Bildungsaufgaben sei dabei der Wille zur Bildung noch einmal deutlich geworden. „Und auch hier war der Name von Dr. h. c. Hans-Heinrich Hatlapa 45 Jahre nach Gründung des Wildparks allenthalben zu hören“, erklärte sie nicht ohne Stolz.

Glücklich über die anhaltende Anerkennung zeigte sich auch die heutige Inhaberin und Enkelin der Mitbegründerin Theda Hatlapa, Isabelle Mahnert. „Ich hoffe, dass wir diese positive Energie nutzen, um die Herausforderungen unserer Zeit zu meistern“ sagte sie.

Auch beim Thema Wölfe in Schleswig-Holstein spielt der Wildpark Eekholt weiterhin eine wichtige Rolle. Als Landeswolfszentrum laufen hier alle Meldungen über Beobachtungen zusammen. Diese werden von Wolf-Gunthram von Schenck und seinen Wolfsbetreuern untersucht und ausgewertet. Zudem schulen die Fachleute Tierhalter im Bereich Herdenschutz und stehen diesen bei der Suche nach Problemlösungen zur Verfügung.

Mit der Eröffnung der Wolfsmeile im Wildpark, die als interaktiver Bildungspfad im April eingeweiht wurde (der Courier berichtete), wird zudem weitere wichtige Aufklärungsarbeit zum Thema Wölfe geleistet.

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