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Projektbilanz : 2500 Besucher beim Theaterfestival

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

600 Schüler präsentierten beim Schultheaterfestival 16 Vorstellungen / Besonders beliebt waren in dieser Saison Musicals

Neumünster | „Vorhang zu“ heißt es seit gestern Abend für das diesjährige Schultheaterfestival. Vier Wochen lang gehörte die Bühne der Stadthalle den jungen Menschen. Schüler aus fünf Schulen, dem Jugendtheaterclub Neumünster, der Musikschule sowie Musiker aus Eutin präsentierten Musicals und klassische Stücke, moderne Aufführungen und ein großes Konzert. Die Vorstellungen zogen nach Schätzung von Sünne Höhn etwa 2500 Besucher an. Die letzte Vorstellung fand gestern statt (siehe Bericht unten).

„Das Traumziel ist zwar immer noch 3000 Besucher, aber wir sind zufrieden“, meinte Sünne Höhn. Sie ist im Kulturbüro verantwortlich für die Programmplanung des Theaters. Besonders beliebt waren in dieser Saison Musicals. Allein vier verschiedene Produktionen widmeten sich dem Genre, bei dem nicht nur das Sprechen, sondern auch Gesang, Musik und Tanz präsentiert wurden. Dass die Musicals die meisten Zuschauer anzogen, ist sicherlich auch der Tatsache zu verdanken, dass bei dieser Bühnenform typischerweise viele Akteure dabei sind. Und die haben meistens ihre Familien im Saal. Bei der „Seefahrt nach Rio“ der Vicelinschule und „Daddy Kuhl“ der Wilhelm-Tanck-Schule waren die Plätze annähernd vollständig besetzt. Erfreulich sei dennoch, dass sich auch mehr Zuschauer einfänden, die keine Angehörigen auf der Bühne hätten, so Höhn. „Ein Festival, wo so viele verschiedene Arbeiten gezeigt werden, wo Schüler aller Jahrgangsstufen ihr Können auf einer großen Bühne einem großen Publikum über diesen langen Zeitraum präsentieren können, ist in Schleswig-Holstein etwas Besonderes“, stellte sie fest. Unter den 16 Vorstellungen gab es acht Premieren. „Das ist eine erfreulich hohe Zahl“, meinte die studierte Theaterwissenschaftlerin.

Zwar nicht als Publikumsmagnet, dafür aber pädagogisch wichtig erwies sich das relativ neue Format des öffentlichen Vorsprechens. „Die Bühne ist ein besonderer Lernort“, betonte Sünne Höhn. Das bestätigte auch Sara-Lena Garken von der Holstenschule. Das Schultheaterfestival ist für die Lehrerin des Darstellenden Spiels „sehr wichtig. Die Schüler bringen Dramen an den Ort, an den sie gehören – auf die Bühne. Die Möglichkeit, auf einer großen Bühne zu spielen, ist auch eine besondere räumliche Erfahrung.“ Viele haben diese Möglichkeit genutzt: „Insgesamt hatten wir mit den fünf Workshops bestimmt 600 Aktive auf der Bühne“, bilanzierte Höhn. Thematisch sind die Schulen, die sich jeweils zu Jahresbeginn im Kulturbüro anmelden müssen, nicht festgelegt. „Aber die Auseinandersetzung mit Gewalt ist immer ein Thema, das Jugendliche bewegt und das sich daher wiederfindet.“

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