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Kita in Wittorf : 250.000 Euro für die energetische Sanierung

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Ministerin Kristin Alheit brachte den landesweit ersten Förderbescheid an die Reuthenkoppel. Der Umbau kostet 630.000 Euro.

Neumünster | Die städtische Kindertagesstätte in Wittorf erhält als landesweit erste 250  000 Euro für die energetische Sanierung aus dem neuen kommunalen Investitionsförderprogramm. Wissenschaftsministerin Kristin Alheit (SPD) ließ es sich gestern nicht nehmen, den Förderbescheid persönlich an der Reuthenkoppel an die Stadträte Günter Humpe-Waßmuth und Oliver Dörflinger zu übergeben. Die 630  000 Euro teuren Sanierungsarbeiten im Haupttrakt der Kita werden schon morgen beginnen und sollen laut Bauleiter Bernd Speck vom Fachdienst Bau und Umwelt nach den Sommerferien abgeschlossen sein. 380  000 Euro zahlt die Stadt.

„Wir werden die gesamte Gebäudehülle erneuern. Dazu zählen ein neues Dach, eine 16 Zentimeter dicke Wärmedämmung des Mauerwerks sowie die Umstellung von einer Erdgasheizung auf eine Gaswärmepumpe“, erklärte Claus-Peter Hillebrand, Abteilungsleiter Zentrale Gebäudewirtschaft. Außerdem soll die Elektrik modernisiert werden. Ziel ist es, dadurch 63 Prozent der bisherigen Energiekosten einzusparen. „Das ist sehr viel. Ich bin überrascht und erfreut, wie nachhaltig hier das Geld eingesetzt wird“, erklärte Ministerin Kristin Alheit bei einem Rundgang.

Das 3,5 Milliarden-Euro-Programm war von der Bundesregierung vor knapp einem Jahr beschlossen worden, um klamme Städte und Gemeinden bei der Sanierung ihrer Infrastruktur zu unterstützen. 99,5 Millionen fließen nach Schleswig-Holstein. Die Landesregierung hat entschieden, damit den 36 finanzschwächsten Kommunen im Land zu helfen, zu denen auch Neumünster zählt. Rund 77 Millionen Euro sollen für die energetische Sanierung von Schulen und etwa 19 Millionen Euro für Kitas über die Investitionsbank aufgewendet werden. „Noch ist Geld da. Bis zu 90 Prozent der Baukosten können finanziert werden“, warb Kristin Alheit. Die Elly-Heuss-Knapp- und die Pestalozzischule sowie die Kita Einfeld haben in der Stadt auch Förderanträge gestellt.

Die 1963 eröffnete Wittorfer Kita profitiert schon zum zweiten Mal von Zuschüssen. 2014 war mit Fördermitteln der zweite Trakt energetisch saniert worden. Claus-Peter Hillebrand kündigte zudem an, dass ein Anbau der Krippe sowie der Ausbau der viel zu engen Mitarbeiterräume geplant sind.

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