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Holsteinischer Courier

14. Dezember 2017 | 14:47 Uhr

Kita-Plätze : 240 Eltern warten noch

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Stadt legt den neuen Bedarfsplan vor: Nachholbedarf gibt es bei den Plätzen für Vorschulkinder. Die Belastungen für das Personal sind stark gestiegen

von
erstellt am 30.Mai.2014 | 16:00 Uhr

Neumünster | Der Ausbau der Kindergärten bleibt eine Kardinalaufgabe der städtischen Sozialplanung. Nachdem die Stadt in den vergangenen Jahren vor allem die Betreuungskapazitäten für unter Dreijährige kräftig ausgebaut hat, soll das Augenmerk in den nächsten Jahren vor allem auf Vorschulkindern liegen. Das unterstrich Sozialdezernent Günter Humpe-Waßmuth jetzt bei der Vorstellung des neuen Kita-Bedarfsplans im Jugendhilfeausschuss.

Danach fehlen in der Stadt derzeit etwa 240 Betreungsplätze für Kinder zwischen drei und sechs Jahren – auch weil man sich bislang auf die U3-Kinder konzentriert hatte. 70 neue Plätze sind derzeit in Planung. Sie sollen in der neuen Kindertagesstätte St. Bartholomäus in der ehemaligen katholischen Kirche am Wernershagener Weg und in der Kindertagesstätte Werderstraße entstehen. Gehen beide Projekte wie geplant an den Start, kann die Stadt rein rechnerisch neun von zehn Kindern dieser Altergruppe einen Betreuungsplatz anbieten. Auf dem Weg zur Vollversorgung sollen in den kommenden Jahren unter anderem in Wittorf, Ruthenberg (Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde), Gadeland (Kinder-Haus) und durch einen Neubau in der Innenstadt weitere Plätze für Vorschulkinder geschaffen werden. Bis 2020 soll die Bedarfsabdeckung bei über 97 Prozent liegen. Dabei wird der Stadt voraussichtlich auch die demografische Entwicklung entgegenarbeiten.

Sehr viel rosiger stellt sich die Situation für die Eltern von unter Dreijährigen dar. Mit Blick auf den seit August geltenden Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz hatte die Stadt die Schaffung neuer Plätze in den vergangenen Jahren kräftig forciert: Läuft alles nach Plan, könnte die Stadt in absehbarer Zeit eine Bedarfsabdeckung von 40 Prozent erreichen. Derzeit hält die Stadt für unter Dreijährige 478 Betreuungsplätze in Kitas und weitere 225 Plätze in der Kindertagespflege (Tagesmütter und -väter) vor. Das entspricht einer Quote von 38 Prozent.

Allerdings sind die Betreuungsplätze in der Stadt sehr ungleich verteilt und nicht immer dort angesiedelt, wo sie besonders dringend gebraucht werden. So fehlen einer Elternumfrage zufolge derzeit beispielsweise im Einzugsbereich Böcklersiedlung/ Faldera 84 Betreuungsplätze für die Jüngsten. Die meisten Plätze werden in der Innenstadt benötigt.

Generell hält die Stadt die Quote von 40 Prozent (zurzeit) aber für ausreichend, um alle Elternnachfragen erfüllen zu können. Um Überkapazitäten in den Kitas zu vermeiden, sollen weitere Bedarfsspitzen über die Kindertagespflege abgedeckt werden. Um dort Kapazitäten zu schaffen, sollen die Tageseltern ihrerseits Vorschulkinder an die Kitas „abgeben“.

Bei allen Anstrengungen das Betreungsangebot auszubauen, mahnt der Kita-Bedarfsplan aber auch, die Qualität der Betreuung dabei nicht hinterherhinken zu lassen. Ausdrücklich wird die zunehmende Belastung des Kita-Personals anerkannt. Die Qualifikation von Tagespflegeeltern soll weiter ausgebaut werden.

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