zur Navigation springen
Holsteinischer Courier

13. Dezember 2017 | 14:32 Uhr

Arbeitsmarkt : 2013 gab es weniger offene Stellen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Unternehmen waren bei Neueinstellungen zurückhaltend. Neumünster bleibt in der Arbeitsmarktstatistik das Schlusslicht im Land

von
erstellt am 11.Jan.2014 | 10:15 Uhr

Die Zahl der Arbeitslosen in Mittelholstein ist im Dezember saisonbedingt gestiegen. Im Bezirk der Arbeitsagentur Neumünster, der die Stadt und den Kreis Rendsburg-Eckernförde umfasst, waren zum Jahreswechsel fast 12 000 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 334 oder knapp 3 Prozent mehr als im November und 437 mehr als ein Jahr zuvor (plus 3,8 Prozent). Die Arbeitslosenquote beträgt zurzeit 6,8 Prozent. Im November und vor einem Jahr lag sie bei 6,6 Prozent.

In Neumünster sieht es nicht so rosig aus. Hier waren Ende Dezember 4374 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 76 mehr als im November und 34 mehr als im Dezember 2012. Die Arbeitslosenquote stieg damit binnen Monatsfrist von 10,7 auf 10,8 Prozent. Neumünster ist damit im Vergleich aller Kreise und kreisfreien Städte des Landes weiterhin Schlusslicht.

Flensburg und Lübeck stehen mit einer Quote von 10,4 Prozent etwas besser da. In Kiel liegt die Arbeitslosenquote bei 10,3 Prozent. Den besten Wert in Schleswig-Holstein hat der Kreis Stormarn mit 4,1 Prozent.

Neumünsters stellvertretender Agenturleiter Jens-Peter Stahl sieht den Trend dennoch positiv. Die Unterbeschäftigung sei erstmals wieder unter das Niveau des Vorjahres gesunken. Mit dieser Größe erfasst die Arbeitsverwaltung auch diejenigen Menschen, die aufgrund von Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen oder wegen eines Ein-Euro-Jobs nicht in der offiziellen Arbeitslosenstatistik auftauchen.

Im Dezember hat sich zudem die Zahl der gemeldeten Arbeitsstellen erstmals wieder leicht erhöht. „Viele Unternehmen in Mittelholstein geben an, 2014 ihre Mitarbeiterzahl aufstocken zu wollen. In erster Linie werden Fachkräfte gesucht“, sagte Stahl. Bei Engpässen sollten Unternehmen für Alternativen offen sein. „Wir müssen jetzt zunächst die Entwicklung der witterungsbedingten Rahmenbedingungen abwarten. Ich hoffe, dass es im Frühjahr dann wieder bessere Beschäftigungsmöglichkeiten gibt“, so Stahl.

Im Rückblick zeigte sich indes, dass die Nachfrage der Unternehmen nach neuem Personal über das ganze Jahr 2013 eher zurückhaltend war. So wurden dem Arbeitgeberservice der Agentur im abgelaufenen Jahr knapp 6400 offene Stellen gemeldet. Das waren gut 1000 Stellen oder fast 14 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Für Schüler, die in diesem Jahr ihren Schulabschluss erreichen, ist es laut Stahl jetzt „höchste Zeit, sich zu überlegen, wie es danach weitergehen soll“. Stahl empfahl, so früh wie möglich den Kontakt zu den Berufsberatern der Agentur aufzunehmen und das Angebot des Berufsinformationszentrums zu nutzen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen