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Modellspielzeugmarkt : 2000 Besucher stöberten nach Raritäten

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Rund 60 Händler, Profis und private Anbieter präsentierten in den Holstenhallen ihre Schätze / Fans des Eisenbahn- und Automodellbaus kamen auf ihre Kosten

shz.de von
erstellt am 06.Jan.2014 | 11:00 Uhr

Rund 2000 Sammler und Bastler aus der ganzen Region stöberten gestern auf dem Modellspielzeugmarkt in den Holstenhallen wieder nach Einzelstücken und Raritäten.

Rund 60 Händler, Profis und private Anbieter zeigten hier bereits zum sechsten Mal ihr vielfältiges Angebot. Das Hauptaugenmerk war dabei auf den Eisenbahn- und Automodellbau gerichtet. Moderne computergesteuerte Züge standen neben alten Blecheisenbahnen und moderne Lastkraftwagenmodelle wetteiferten mit maßstabsgetreuen Oldtimern um die Aufmerksamkeit.

„Ich habe eine alte Lok gekauft, weil dieses Modell nach dem Krieg das einzige Spielzeug meines Vaters war. Nun möchte ich ihm das Original wieder reparieren und zum Geschenk machen“, erzählte zum Beispiel Heiko Loch (45) aus Neumünster.

„Nostalgie spielt bei vielen Käufern eine Rolle. Der eine findet hier das Modell seines ersten Autos oder auch ein Spielzeug aus seiner Kindheit“, wusste Händler Klaus Lange aus Bottrop.

Es sind jedoch nicht nur die älteren Semester, die sich für Schuco-Autos, Märklin-Eisenbahnen und Co. begeistern. Ebenso viele Sammler gehören zu den jüngeren Bastlern. Julian von Palubicki (15) aus Negernbötel hat seine Leidenschaft für Modelleisenbahnen zum Beispiel von seinem Vater Werner (56) übernommen. „Wir sind beide ein bisschen verrückt, aber dass macht nichts“, sagte der gestandene Sammler, der mehrere hundert Loks und Waggons sein Eigen nennt.

Noch nicht ganz so gut aufgestellt ist dagegen Lasse Kock aus Wasbek. Der junge Modellbauer hatte sein Taschengeld in ein paar neue Bäume für seine heimische Eisenbahnmodelllandschaft investiert, an der er seit einem Jahr bastelt. „Man möchte immer Vieles haben, ein paar Cent sind schon noch über“, meinte der Zehnjährige nicht ohne Stolz.

Richtig Spaß am Beraten und Verkaufen hatten auch Hauke (11) und Ole (9) aus Eckernförde. Gemeinsam mit Thomas Gerke aus Kiel boten sie an ihrem Stand Spielzeug, historische Uhrwerk-Lokomotiven und Automodelle an, die sie mit sehr viel Sachverstand anpriesen.

Bei der riesigen Auswahl fiel es jedoch nicht nur den Sammelanfängern schwer, sich zu entscheiden. „Eigentlich kommt man nur, um sich Anregungen und Ideen zu holen, aber dann ist immer wieder etwas dabei, das man unbedingt haben möchte“, gab auch Dr. Reinhard Lettau zu. Der Lübecker Arzt, der seit mehr 30 Jahren der Sammelleidenschaft verfallen ist, musste sogar in seinem Haus schon einen Raum anbauen, um allein seine 600 Güterwagen ordentlich unterzubringen. „Doch leider fehlt mir oft die Zeit, mich eingehend mit den Stücken zu beschäftigen“, meinte er bedauernd.

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