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Böcklersiedlung-Bugenhagen : 200 Schilder waren überflüssig

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Beirat Böcklersiedlung-Bugenhagen informiert sich über den Kampf gegen den Schilderwald und den Baustand auf dem Gaz-Gelände.

shz.de von
erstellt am 02.Mai.2013 | 07:58 Uhr

Neumünster | Ob Autofahrer es schon bemerkt haben? - Rund 200 Verkehrsschilder aller Art und Größe wurden in den vergangenen Monaten im Stadtteil Böcklersiedlung-Bugenhagen abmontiert. Zumeist handelte es sich um Park- oder Halteverbotsschilder. Diese Zahl nannte Hans-Günter Treptau, Leiter der Verkehrsbehörde, jetzt im Stadtteilbeirat Böcklersiedung.

Insgesamt wurden im Bereich des 2. Polizeireviers - dazu gehören neben der Böcklersiedlung und Bugenhagen auch das Vicelinviertel - sogar 423 Verkehrsschilder als unnötig eingestuft und entfernt. Allerdings kamen auch gut 40 neue Schilder wieder hinzu. Bereits seit 2007 durchforstet die Verkehrsbehörde in Abstimmung mit der Polizei nach und nach Neumünsters Schilderwald um Überflüssiges auszusortieren. Grundlage dafür bietet die Straßenverkehrsordnung, wonach Schilder nur dort stehen sollen, wo sie zwingend erforderlich sind. Das ist offenbar nicht überall der Fall. So wurden seit 2007 rund 140 Schilder in Einfeld, knapp 90 in Tungendorf als unnötig abgeschraubt. Im kommenden Jahr wollen die Verkehrsexperten Faldera unter diesem Gesichtspunkt unter die Lupe nehmen.

Zumindest ein Schild würde der Beirat an der Max-Richter-Straße gern mehr sehen: Das Stadtteilparlament unterstützt die Anregung von Anliegern an der neu ausgebauten Straße zwei breitere Parkplätze für Behinderte zu reservieren.

Rainer Scheele, stellvertretender Chef der Berufsfeuerwehr informierte auf der Sitzung über den Stand der Bauarbeiten auf dem Gaz-Gelände am Hansaring/Bachstraße: Trotz Verzögerungen durch den späten Wintereinbruch gehe die Bauleitung davon aus, den Zeitplan einhalten zu können, versicherte Scheele. Danach soll bis Ende 2013 der Rohbau fertig sein. Im Herbst 2014, im Jahr ihres 100-jährigen Bestehens, will die Berufsfeuerwehr in ihre neue Feuerwache einziehen. Nachdrücklich rechtfertigte Feuerwehrmann Scheele den millionenschweren Umzug an den Hansaring. Die alte 1928 erbaute Wache an der Wittorfer Sraße entspreche nicht mehr dem Stand der Technik und sei seit Jahren zu klein. Einst für 20 Feuerwehrmänner konzipiert schieben hier heute rund 120 Mitarbeiter rund um die Uhr Wachdienst. Wichtiger noch: Der neue Standort erleichtere es der Feuerwehr, die vorgegebenen Alarmzeiten einzuhalten, sagte Scheele. So seien beispielsweise auch Einsatzorte in Einfeld binnen acht Minuten zu erreichen, unterstrich der Feuerwehrmann.

Stadtteilvorsteher Rolf Schaks bedankte sich in der letzten Sitzung vor der Kommunalwahl ausdrücklich bei den Beiräten und nutzte die Gelegenheit zu einem Seitenhieb auf die Stadtverwaltung. Für die Zukunft wünsche er sich seitens der Stadt mehr Transparenz und Offenheit, monierte Schaks. Es sei bedauerlich und wenig motivierend über wichtige Planungen der Stadt, etwa die geplante Verlegung der Jugendzentren AJZ und Projekthaus, erst aus der Zeitung zu erfahren.

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