zur Navigation springen

Gelungenes Konzert : 200 Gäste im Bigband-Fieber

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Sommer-Bigband lockte mit einem anspruchsvollen und vielseitigen Programm in die Schäperkaat.

Neumünster | Es war kein Platz mehr frei im Biergarten der Schäperkaat am gestrigen Sonntag beim achten Konzert der Sommer-Bigband. Über 200 Gäste wollten die 21 Musiker aus 13 verschiedenen Berufen unter der Leitung von Christoph Rohlfing hören. Sie hatten über 30 Stunden für diesen einen Auftritt geprobt (der Courier berichtete).

Es hat sich gelohnt, denn sie boten ein anspruchsvolles und vielseitiges Programm von Swing bis Pop von Rock bis Funk und dazu noch Balladen sowie Disko-Fox. Für Funk und Swing waren ganze Blöcke reserviert. „Die sind wirklich gut“, meinte Ralf Johannsen vom Jazzclub Neumünster. Bei der Auswahl der Stücke stand Leichtes und Lockeres im Mittelpunkt, etwa „Birdland“. Bei der Filmmusik „Streets of San Francisco“ (schwierig für die Trompeten) sollten die Zuhörer „an die filmischen Verfolgungsjagden à la Hollywood denken“, meinte Rohlfing.

Viel Beifall gab es nicht nur dafür. „I’m beginning to see the Light“ und „Swing Supreme“ waren zwei Swingtitel, mit denen die Vokalsolisten Christine Jensen und Thorge Lööck sich vorstellten. Sie konnten zum Schluss noch einmal voll überzeugen.

Auch zahlreiche andere Bandmitglieder kamen zu glänzenden Soli, wie beispielsweise Schlagzeuger Michael Schulz bei „Play that funky Music“.

Zur Tradition der Bigband gehört es, einem in diesem Jahr verstorbenen Kollegen zu gedenken. Am Sonntag erklang sehr kunstvoll gespielt der Titel „Oxygene“ für Cester Bennington, dem ehemaligen Frontmann von „Linkin Park“. Ebenso Tradition ist es, dass die Bandmitglieder sich ein Stück wünschen können. „The bare Necessities“ sollte es diesmal sein. Gabriele Grote (Altsaxofon) und Reiner Bruder (Tenorsaxofon) äußerten sich vor Konzertbeginn zu ihrem aufwendigen Engagement in der Sommer Bigband: „Es macht einfach Spaß, mit diesen anderen Musikern zu spielen, und es passt auch zwischenmenschlich. Deshalb wollen wir dabei sein, auch wenn es Arbeit ist.“ Eine daraus resultierende Hochachtung für die Musiker war allerdings nicht überall zu spüren. In den hinteren Reihen herrschte durch die Unterhaltung untereinander eine Lautstärke vor, die teilweise die der Bigband übertraf. Diese Kritik wurde mehrfach laut. Insgesamt galt aber die Meinung von Hans Hutzfeld: „Gute Musik von einem guten Ensemble, gute Atmosphäre, ein nettes Publikum. Da fühlt man sich wohl.“

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 31.Jul.2017 | 08:30 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen