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Holsteinischer Courier

22. Oktober 2017 | 00:22 Uhr

Kellerbrand : 20 Bewohner evakuiert

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Nach einem Feuer in einem Mehrfamilienhaus an der Breslauer Straße am Sonntagabend forschen nun Spezialisten nach der Brandursache.

shz.de von
erstellt am 21.Jan.2014 | 08:15 Uhr

Ein Brand im Keller des Mehrfamilienhauses an der Breslauer Straße 24 in der Böcklersiedlung hat am Sonntagabend zu einem Großeinsatz von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst geführt. Rund 20 Bewohner, darunter auch mehrere Kinder, konnten aus dem verqualmten Gebäude gerettet werden – ebenso eine Katze und mehrere Kaninchen. Eine Seniorin, die nach einer Hüftoperation auf Krücken ging, wurde mit Herzrasen vorsorglich ins Friedrich-Ebert-Krankenhaus gebracht. Verletzte gab es nicht.

Zunächst sah die Lage dramatisch aus. Um kurz nach 19 Uhr informierten Anwohner die Feuerwehr. Als die fünf Minuten später am Einsatzort eintraf, hatten einige Bewohner das Haus zwar bereits verlassen, andere standen aber noch auf den Balkonen und konnten wegen der starken Rauchentwicklung nicht ins Treppenhaus. Die Feuerwehrleute brachen eine Kellertür auf und bekämpften den Brand über zwei Zugänge. Dazu entfernten sie große Teile der Decken-Isolierung und brachten mehrere qualmende Gegenstände nach draußen. Parallel wurde das Treppenhaus mit einem Gebläse rauchfrei gemacht. Nach rund 20 Minuten konnten dann auch die im Gebäude verbliebenen Mieter das Haus verlassen und vom Notarzt untersucht werden. Wegen des starken Rauches und weil der komplette Strom abgestellt wurde, mussten die Bewohner die Nacht bei Verwandten und Freunden verbringen.

Gestern Vormittag begannen dann zwei Ermittler der Kriminalpolizei Neumünster mit der Ursachenforschung in dem über Nacht versiegelten Kellertrakt des Hauses. In Schutzanzügen, mit Taschenlampen und Fotoapparat ausgestattet, durchstöberten Ann-Kristin Wolk und Peter Folster die Kellerräume und sicherten Spuren. Mit geschultem Blick kontrollierte das Duo vor allem die elektrischen Leitungen, aber auch kleinere Haufen an verkohlten Gegenständen. Konkrete Hinweise darauf, was das Feuer ausgelöst hat, fanden die beiden Kripobeamten nicht. Deshalb schickten sie die Fotos an die Kollegen vom Landeskriminalamt in Kiel. „Die kommen bei schwierigen Fällen, denn sie haben eine speziellere Ausstattung und auch Spürhunde, die Brandbeschleuniger erschnüffeln können“, sagte Folster.

Die Bewohner des Hauses durften gestern wieder in ihre Wohnungen zurück. Elektriker begannen mit den Arbeiten für eine Notstromversorgung. Die Heizungsanlage war von dem Feuer nicht betroffen. Die Höhe des Sachschadens steht noch nicht fest.

 

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