19-Jähriger „vergisst“ illegales Messer im Reisegepäck

justizhammer

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13. Februar 2018, 14:13 Uhr

Ein vergessenes Urlaubssouvenir muss ein 19-jähriger Neumünsteraner teuer bezahlen. Wegen illegalen Waffenbesitzes wurde der junge Mann jetzt vom Jugendgericht zu einer Geldbuße von 150 Euro verdonnert.

Der Mann war auf dem Hamburger Flughafen mit einem sogenannten Butterfly-Messer im Gepäck erwischt worden. Der Besitz und Verkauf solcher Klappmesser ist in Deutschland seit 2003 verboten und kann mit Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren geahndet werden. Vor Gericht gab der 19-Jährige den Besitz des illegalen Messers sofort zu. Ein Freund habe es ihm während eines Spanienurlaubs im vergangenen Jahr geschenkt. Nach dem Rückflug habe er es im Koffer vergessen, sagte er.

Beim Durchleuchten des Gepäcks am Hamburger Flughafen hatten Sicherheitsbeamte das illegale Messer auf dem Kofferboden ausfindig gemacht und den Besitzer festgesetzt.

Staatsanwalt und Richterin glaubten dem Mann zwar, dass das Messer nur versehentlich noch im Koffer lag, hielten ihm aber entgegen, dass der Besitz gleichwohl illegal ist und der Angeklagte das auch wisse. Gegen Zahlung der Geldbuße von 150 Euro wurde das Verfahren gegen den 19-jährigen Neumünsteraner vorläufig eingestellt: Zahlt er bis zum 3. April die Buße, gilt er weiterhin als nicht vorbestraft.

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