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Aukrug : 18-jähriger Schüler reiste seinen Eltern im Segelflugzeug voraus

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Junger Pilot legte etwa 400 Kilometer zurück.

von
erstellt am 12.Aug.2014 | 12:23 Uhr

Aukrug | Knapp 400 Kilometer über mehrere Bundesländer hinweg kehrte Melvin Sell am vergangenen Freitag per Segelflugzeug aus dem Urlaub zurück nach Hause. Melvin Sell aus Nortorf genießt gerade seine letzten großen Ferien vor dem Endspurt aufs Abitur. Im Frühjahr hatte er seinen Segelflugschein erworben und verbringt nun seine freie Zeit am liebsten auf dem Aukruger Segelfluggelände. In den Ferien wollte er nun auch mal andere Landschaften von oben entdecken: Vom Verein lieh er sich einen passenden Flieger aus– die allseits beliebte ASW 15 – und los ging die Reise zusammen mit seinen Eltern per Auto und Flugzeuganhänger nach Laucha bei Leipzig.

Eine Woche lang wollte Melvin in der dortigen Jugendbildungsstätte möglichst viel fliegen und vor allem viel dazu lernen. Leider machte ihm das Wetter einen Strich durch die Rechnung: „Meine ganze Hoffnung hatte ich auf den Freitag gesetzt und hin und her überlegt, ob ich es wohl schaffen könnte, bis nach Aukrug zu fliegen?“, sagte er. Immerhin beträgt die Strecke auf dem Luftweg fast 400 Kilometer. Er wagte es und startete um 11 Uhr. „Während meine Eltern noch zusammenpackten, hatte ich allerdings nach etwa 80 Kilometern schon meinen ersten Durchhänger“, berichtete der junge Pilot. Obwohl weder der Himmel über noch das Gelände unter den Tragflächen Anzeichen für aufsteigende Luftmassen gaben, gelang es dem Segelflieger schließlich, sich aus 500 Metern wieder bis an die Wolken hochzukurbeln. Spannend wurde es wieder bei der Elbquerung nahe Gorleben, denn dort ist das Gelände immer etwas feucht und es gibt oftmals schwierige oder gar keine Thermik. „Insgesamt war auch die Wolkenbasis mit maximal 1400 Metern nicht besonders hoch.“ Dennoch bewältigte er diese Aufgabe. Anschließend galt es, den Luftraum um Hamburg herum großzügig zu umfliegen. Ein letzter kräftiger Aufwind über dem Wahlstedter Flugplatz brachte ihn sicher nach Hause, wo er erschöpft, aber überglücklich nach sechseinhalb Stunden Flug landete – drei Stunden, bevor seine Eltern eintrafen.




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