Stadtplanung : 17 Millionen Euro für betreutes Wohnen

Ein Blick vom Tivoli  auf das Baugelände: Für rund 17 Millionen Euro soll hier in den kommenden zwölf Monaten ein neuer Wohnblock für betreutes Wohnen entstehen. 79 Wohneinheiten sollen bis zu 120 Senioren eine neue Heimat bieten.
Ein Blick vom Tivoli auf das Baugelände: Für rund 17 Millionen Euro soll hier in den kommenden zwölf Monaten ein neuer Wohnblock für betreutes Wohnen entstehen. 79 Wohneinheiten sollen bis zu 120 Senioren eine neue Heimat bieten.

Das Seniorenheim Haus Schleusberg will erweitern: Neue Praxen und 30 Plätze für die Tagespflege sind im Neubau am Tivoli geplant.

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25. März 2014, 05:00 Uhr

Neumünster | Der Markt für seniorengerechtes Wohnen in Neumünster wird wieder ein gutes Stück größer: Rund 17 Millionen Euro will der Investor Wilhelm Kuhrt aus Halstenbek in die Erweiterung des Seniorenheims Haus Schleusberg stecken. Innerhalb eines Jahres soll auf dem Nachbargrundstück, am Schleusberg / Tivoli, ein neuer Block für „Wohnen im Alter“ entstehen.

Tiefbauer sind derzeit damit beschäftigt, das ehemalige Stadtwerke-Gelände für die Baugründung vorzubereiten. Unter anderem müssen mehrere Versorgungsleitungen zu den zurückliegenden Häusern Schleusberg 48 A, B und C umgelegt werden.

Der neue Winkelbau soll sich optisch an dem Seniorenheim orientieren und wird nach Fertigstellung wieder eine geschlossene Häuserfassade zwischen Schützenstraße und Tivoli bilden. Der Bau erstreckt sich dabei bis an die bestehende Bebauung am Tivoli.

Der neue Gebäudekomplex soll im Kern 79 Appartements für betreutes Wohnen aufnehmen. Darüber hinaus ist eine Praxis für Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie sowie eine Tagespflegestation mit 30 Plätzen vorgesehen. Die voll ausgestatteten Seniorenwohnungen mit anderthalb bis zwei Zimmern werden zwischen 45 und 55 Quadratmeter groß und sollen bis zu 120 allein stehenden Senioren oder älteren Paaren den Übergang zum Wohnen im Alter erleichtern.

„Der Trend geht weg vom reinen Pflegeheim hin zum betreuten Wohnen“, begründete Investor Wilhelm Kuhrt gegenüber dem Courier sein Engagement am Schleusberg. Viele Menschen scheuten sich, aus ihrer angestammten Wohnung in ein Seniorenheim umzuziehen, wechselten im Alter aber gerne in eine kleinere Wohnung, in der sie die Vorteile eines Seniorenheims erfahren können, ohne dabei ihre Selbstständigkeit aufzugeben.

Mit der Kombination Pflegeheim und betreutes Wohnen habe man an anderen Standorten bereits gute Erfahrungen gemacht, sagte Kuhrt, der unter anderem in Hamburg, Pinneberg und Stockelsdorf Seniorenwohnanlagen betreibt. Auch die Bewohner der neuen Wohnanlage am Schleusberg würden dort eigenständig wohnen, könnten aber je nach Bedarf den Mittagstisch, die sozialen Angebote, den Nachtdienst oder die Tagespflege in der Nachbarschaft in Anspruch nehmen, erklärte Kuhrt, der auch Geschäftsführer im Haus Schleusberg ist.

Die neue Senioren-Wohnanlage am Schleusberg soll bereits im April kommenden Jahres bezugsfertig sein.

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