Kommunalwahl : 17-Jähriger darf nicht kandidieren

Malte Schnoor mit dem Wahlplakat. Er steht oben links. Im Vordergrund sitzen seine Mutter Gabriele und sein Stiefvater Jens Beckmann (rechts). Foto: Böge
Malte Schnoor mit dem Wahlplakat. Er steht oben links. Im Vordergrund sitzen seine Mutter Gabriele und sein Stiefvater Jens Beckmann (rechts). Foto: Böge

Panne in Padenstedt: Malte Schnoor wollte mit 17 Jahren für die CDU zur Wahl antreten - die Plakate wurden gedruckt. Der Wahlausschuss erkannte die Kandidatur aber nicht an.

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11. Mai 2013, 01:01 Uhr

padenstedt | Mit 16 Jahren kann er zwar bei der Kommunalwahl am 26. Mai abstimmen, wählen lassen darf er sich aber noch nicht: Um diese Erfahrung ist Malte Schnoor aus Padenstedt nun reicher. Der 17-jährige Schüler ließ sich auf Vorschlag seiner Mutter Gabriele Beckmann-Schnoor und seines Stiefvaters Jens Beckmann als Kandidat auf die Wahlliste der Christdemokraten setzen. Doch Malte ist noch zu jung für eine Kandidatur.
"Die Gemeindepolitik interessiert mich sehr, und ich habe auch Lust, mich aktiv an der Gestaltung des Dorflebens mit zu beteiligen", sagte Malte. Der Anstupser kam von seinem Stiefvater Jens Beckmann, der sich bereits seit rund 15 Jahren als Ortspolitiker im Gemeinderat ehrenamtlich engagiert. Zusammen mit seiner Mutter, die ebenfalls erstmalig für die Christdemokraten antritt, nahm Malte an einer CDU-Versammlung teil und war begeistert. "Das hat mir gefallen, und dann habe ich mich auf die Liste setzen lassen. Auch weil ich mit meinem Stiefvater einen erfahrenen Politiker an meiner Seite hätte", berichtete der Schüler.

"Ich bleibe am Ball"


Die Wahlplakate waren schon gedruckt und im Dorf verteilt, da wurde Malte von den Mitgliedern des Gemeindewahlausschusses jedoch von der Liste gestrichen. Begründung: Er darf zwar mit 16 wählen, ist aber noch nicht wählbar, weil er am Tag der Wahl noch keine 18 Jahre alt ist. Das war den Padenstedter CDU-Leuten nicht klar gewesen. "Ich bin darüber weder traurig noch enttäuscht. Dann lasse ich mich eben bei der nächsten Wahl aufstellen. Ich bleibe am Ball", sagte der junge Mann.
Der stellvertretende Wahlleiter des Amtes Mittelholstein, Carsten Klug, berichtete auf Nachfrage, dass bei der Kommunalwahl rund 19.900 Wahlberechtigte in den 30 amtsangehörigen Kommunen ihre Stimme abgeben können. Insgesamt werden 39 Wahllokale geöffnet sein. Antreten werden 278 Direkt- und 512 Listenkandidaten.
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