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Ehndorf : 150 Reiter und 800 Zuschauer waren begeistert vom Turnier

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Auf dem Gestüt Heesberg von Ina und Daniel Schulz gab es erstmals ein Turnier.

Ehndorf | Die Veranstaltung für Islandpferdefreunde „Hengste Nord“ lockte etwa 800 Zuschauer nach Ehndorf auf das Gestüt Heesberg von Ina und Daniel Schulz. Zum ersten Mal öffneten die Besitzer die Pforten ihrer neuen Turnieranlage, um rund 150 Reiter beim international besetzten Reitturnier um Punkte für die Weltrangliste gegeneinander antreten zu lassen. Zusätzlich haben Züchter bei der Hengstparade 13 ihrer besten Vererber zur Schau gestellt und von einem internationalen Richterkomitee bewerten lassen.

Bei herrlichem Frühlingswetter zeigten die Reiter mit ihren robusten kleinen Pferden in 15 Wettbewerben unter anderem auch im Passrennen ihr Können. Auf einer ovalen Sandbahn sowie auf einer 150 Meter langen Rennbahn ging es neben den üblichen drei Gängen Schritt, Trab und Galopp auch um die Spezialität der Islandpferde. Die beherrschen nämlich noch eine vierte Gangart, den Tölt. „Der Tölt ist eine natürliche Gangart, schon die Fohlen tölten über die Wiesen“, erklärte Islandpferdezüchterin und Organisatorin Ina Schulz.

Bei dem imposanten Gang heben die kräftigen Tiere die Vorderbeine im Knie- und Schultergelenk rechtwinklig an und können eine beachtliche Geschwindigkeit erreichen. Wild flatterte die buschige Mähne bei Heidi Christiansens Fuchs Solfari fra Reykjavik, als sie die Rennstrecke entlang töltete, um sich auf das Finale in der Viergang-Prüfung vorzubereiten. Die Dänin bekannte: „Ich reite sehr gerne in Deutschland, hier ist es unkompliziert, und es herrscht immer eine gute Stimmung. Außerdem sind die Richter sehr gut und aufmerksam.“

Während der Prüfung zogen die Reiter ihre Runden auf dem Parcours und folgten den Anweisungen der kritischen Jury. Die kommentierte für die Zuschauer per Mikrofon ihre Eindrücke. Sechs Richter waren anwesend. „Einen haben wir sogar aus Österreich einfliegen lassen“, berichtete Ina Schulz. Daran wird auch der immense Aufwand deutlich, den das Turnier für das veranstaltende Ehepaar bedeutet hat. Die Organisatoren haben dafür gesorgt, dass ein Hufschmied, Sanitätsdienst und Tierärzte für den Notfall da sind. Außerdem mussten sie sich darum kümmern, dass die Gastpferde übernachten können. „Dafür haben wir extra ein Boxenzelt errichtet. Aber viele Reiter sperren neben ihren Hängern mit mobilen Zäunen ein Gelände ab“, erklärte Ina Schulz weiter.

Die dreifache Mutter betreibt den Aufwand für ihre Lieblingstiere gern: „Islandpferde sind friedlich, robust und erdverbunden. Einfach klasse Pferde für die ganze Familie.“

Auch beim Publikum kam die Veranstaltung gut an : „Wir sehen tolle Pferde und die Idee, ein Turnier mit einer Hengstschau zu kombinieren, ist super“, meinte eine der Richterinnen und Turnier-Tierärztin Desiree Hoffmann, die sich die Präsentationen in ihren Pausen gerne auch aus den Publikumsreihen anschaute. 

Die Sieger in den wichtigsten Klassen sind:

> Z.FUF - Futurity Fünfgang:
Steffi Svendsen, Dänemark, auf / Hugsýn fra Teland, 6,61
> Z.FUT - Futurity Tölt Preis:
Daniel C. Schulz, Ehndorf, auf Kosma vom Heesberg, 7,30
> FUV - Futurity Viergang Preis:
Inga Trottenberg, Ehndorf, auf Tign frá Skíðbakka III, 6,60
> F1 – Fünfgangpreis:
Melanie Appelt, Eckernförde, Kolur vom Lotushof / 6,43
> T1 - Töltpreis:
Johanna Beuk, Deutschland, Marxen, auf Merkur von Birkenlund, 7,39
> T2 - Töltpreis:
Stephan Michel, Neumünster, auf Hafþór frá Sólvangi, 6,92
> V1 - Viergangpreis:
Heidi Christiansen, Dänemark, auf Sólfari frá Reykjavík, 6,93
> PP1 – Passprüfung:
Jacques Pailloncy, Frankreich, auf Njóla vom Eichenhof 2, 5,84
> P2 - Speedpass 100m:
Nicole Kempf, Kassel, auf Brynja frá Grindavík, 8,25"

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