Bordesholm : 150 Jahre und kein bisschen leise

Bernd Küpperbusch (links) vom Sängerbund Schleswig-Holstein gratuliert dem Liedertafel-Vorsitzenden Klaus Elwardt.
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Bernd Küpperbusch (links) vom Sängerbund Schleswig-Holstein gratuliert dem Liedertafel-Vorsitzenden Klaus Elwardt.

800 Gäste feierten mit der Bordesholmer Liedertafel den runden Geburtstag.

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04. Juni 2018, 10:18 Uhr

Bordesholm | Stimmen, Stimmungen und jede Menge Spaß. In bester Tradition und mit viel künstlerischem Reichtum feierte die Bordesholmer Liedertafel vor 800 Gästen ihr großes 150-jähriges Bestehen in der festlich hergerichteten Zimmerei Elwardt. Da tummelten sich Aktive, Gäste, Freunde und alle, die irgendwie mit der Gemeinschaft aus Schützen, Sängern und Menschen hinter den Kulissen verbunden sind.

Schützenmajor und 1. Vorsitzender, Klaus Elwardt, begrüßte die große Gästeschar und betonte noch einmal die enorme Breitenwirkung des Vereins, der Ort und Umland immer wieder auf sympathische Art zusammenbringe.

Bernd Küpperbusch aus Wasbek, Präsident des Sängerbundes Schleswig-Holstein, wies darauf hin, dass es zahlenmäßig größere Chöre gebe, die Bordesholmer Kehlen aber zu den Besten gehören.

Und schon ging es auch in die volle Unterhaltung, starteten die Herren mit den „Spanischen Nächten“ von Ernst Fischer, mit „Ihr von morgen“ huldigte man dem unvergessenen Udo Jürgens.
Bei „Mit Lieb bin ich umfangen“ und „Alle Menschen dieser Welt“ bewiesen die Chordamen der Liedertafel, dass sie nicht nur beim Weihnachtskonzert ihren männlichen Urmitgliedern mindestens ebenbürtig sind.

„Quetschkommoden“ klingen immer gut und auch hier hatte Norman Röhl sein Akkordeonorchester Neumünster bestens eingestimmt. Das quirlige Ensemble brillierte mit Rock- und Gospel-Melodien und einem Queen-Medley.

Der Mädchenmusikzug Neumünster unter der Leitung von Hans-Georg Wolos setzte optisch wie musikalisch besondere Farbtupfer in das Fest-Treiben.

Nach so viel Musik war es schon mal Zeit, sich an den Ständen mit Essen und Getränken zu versorgen, wie es Bernd und Marianne Peters aus Brügge gerne taten: „Mal sehen, was noch kommt“, meinten sie. Und es kam noch viel: Das Kieler Kammerorchester unter Imre Sallay demonstrierte mit lieblichen Melodien seine enge Verbundenheit mit der Liedertafel, ehe Matthias Teupke seine schon ungeduldig drängelnde Rasselbande des Kinderchores der Grundschule Brügge präsentierte. Wer die Mädchen und Jungen nicht schon bei den Weihnachtskonzerten erlebt hatte, kam hier noch mal auf seine vollen Kosten: Bei „Meine Biber haben Fieber“ oder „Wir werden immer größer“ geht nicht nur dem Familienanhang das Herz auf, auch allen anderen wurde schnell klar, dass sich hier der Nachwuchs des Chores präsentierte.

Nach der Stippvisite der Liedertafel Boostedt unter Manfred Braun mit unsterblichen Melodien aus der „Csardasfürstin“ und einer nochmaligen Udo-Jürgens-Hommage mit dem Superkracher „Griechischer Wein“ ging es in das Finale: Orchester, Chöre, Dirigenten zeigten, was künstlerische Gemeinsamkeit bedeutet. Keiner drängte sich in den Vordergrund, alle zogen an einem Strang. Ein schönes Erlebnis.

Und nächstes Wochenende sind dann wieder die Schützen dran. Das Dinggericht an der Linde und das Vogelschießen sollen wie gewohnt stattfinden.



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