Bordesholm : 150 Jahre Liedertafel

Die Sänger (hinten in grauen Jacketts) und die Schützen der Bordesholmer Liedertafel mit ihrem König aus dem Jahre 2017, Kai Ladwig, und seiner Königin Tanja.
Die Sänger (hinten in grauen Jacketts) und die Schützen der Bordesholmer Liedertafel mit ihrem König aus dem Jahre 2017, Kai Ladwig, und seiner Königin Tanja.

Die Heimatsammlung zeigt die Geschichte der Bordesholmer Liedertafel.

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28. Mai 2018, 12:59 Uhr

Singen war im beginnenden 19. Jahrhundert nicht nur zum Zeitvertreib oder zur Geselligkeit angesagt. In den Jahren nach der Besetzung der deutschen Lande durch die Truppen Napoleons war das gemeinsame Singen, etwa von Studenten und Freisinnigen, auch ein Ausdruck gegen die staatliche Unterdrückung und für mehr Liberalität und Toleranz. Und zunehmend mischten sich auch Forderungen nach Demokratie und der Einheit Deutschlands dazu.

Auch in Schleswig-Holstein wurde gesungen, etwa auf dem Sängerfest in Schleswig 1844. Männerchöre bildeten sich als Liedertafeln, auch mit dem Ziel der Abkehr von der damaligen Zugehörigkeit zum dänischen Gesamtstaat. Als die Unabhängigkeit von Dänemark schließlich erreicht war, schlossen sich 1868 auch in Bordesholm Handwerker, Kaufleute, Bauern und Beamte zu einer Liedertafel zusammen. Das war vor 150 Jahren.

Die Heimatsammlung im Kulturverein Bordesholmer Land e. V. (KVBL) hat dieses Jubiläum zum Anlass genommen, darüber eine Ausstellung zu erstellen. Die Eröffnung der Ausstellung findet in ihren Räumen im Klosterstift am Lindenplatz am Donnerstag, 31. Mai, um 17 Uhr statt.

Die Ausstellung berichtet ausführlich über die Zeit der Gründung der Bordesholmer Liedertafel um 1868 herum, als in wenigen Jahren aus der jahrhundertelangen Kleinstaaterei ein einheitliches Deutschland wurde. Viele Fotografien und Objekte zeigen den Weg bis heute und vor allem, dass auch 150 Jahre nach ihrer Entstehung die Liedertafel, bestehend aus Sängern und Schützen, immer noch überaus lebendig ist. Wie der KVBL-Vorsitzende Reinhard Koglin mitteilt, dauert nach der Eröffnung die Ausstellung bis zum 2. September 2018 fort.

Sie ist sonnabends sowie sonntags und an Feiertagen von 14 bis 17 Uhr öffentlich zugänglich. Der Eintritt ist frei. Dringend gesucht werden noch Personen, die gegen ein geringes Erfrischungsgeld an den Öffnungstagen die Aufsicht führen. Helfer melden sich bitte bei Maria Krüger, Tel. 04322/9824.


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