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14 Tonnen Zucker je Hektar: Rekord-Erträge beim Rübenanbau

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

von
erstellt am 12.Feb.2015 | 11:09 Uhr

Der Zuckerrübenanbauerverband Schleswig-Holstein und die Nordzucker blickten auf der Winterversammlung in Wasbek auf die erfolgreichste Rübenernte aller Zeiten zurück. Günstige Witterungsbedingungen im Jahr 2014 führten zu Rekorderträgen und ermöglichten eine reibungslose Verarbeitung. Gleichzeitig lässt der drastische Preisrückgang am Zuckermarkt nur Rübenpreise unter Vorjahresniveau zu.

„Wir Rübenanbauer haben in diese Region rund 20 Prozent mehr Zucker vom Hektar geerntet als im Schnitt der vergangenen Jahre“, sagte Eckhard Clausen, Vorstandsmitglied des Zuckerrübenanbauerverbandes Schleswig-
Holstein. Der größte Teil der Kampagne sei recht gut verlaufen. Verladung und Transport erfolgten unter insgesamt guten Witterungs- und Straßenverhältnissen. Auch für Nordzucker war das abgelaufene Rübenjahr sehr erfreulich. „Die Aussaat erfolgte schon Mitte März unter sehr guten Bedingungen“, so Georg Sander, Leiter des Agri-Centers in der Zuckerfabrik Uelzen. Ein schnelles Auflaufen der Rübensamen und eine optimale Niederschlagsverteilung führten zu hohen Zuckererträgen. „In der Region haben die Landwirte rund 14 Tonnen Zucker je Hektar geerntet.“

Stefan Büsching, Geschäftsführer des Zuckerrübenanbauerverbandes, berichtete über die regelmäßigen Kontrollen des Verbandes bei der Qualitätsbewertung der Zuckerrüben. Dort gehe es um das Rübengeld der Landwirte und daher habe diese Arbeit einen hohen Stellenwert für die Rübenanbauer.

Mit Blick auf das Frühjahr und die nahende Aussaat sagte Dr. Andreas Windt, Leiter Anbauberatung bei Nordzucker: „Nach dem Rekordjahr 2014 raten wir unseren Anbauern, für das Anbaujahr 2015 ihre Zuckerrübenflächen deutlich einzuschränken, um Zuckerbestände abbauen zu können. Jetzt gilt es, die Märkte im Auge zu behalten und eng an der Vertragsmenge zu planen.“

Vor dem Hintergrund der Brüsseler Beschlüsse zur Abschaffung der Zuckerquotenregelung ab 2017 steht die Rüben- und Zuckerbranche vor erheblichen Herausforderungen. Anstelle der bisher existierenden Mengen- und Preisgarantien werden Vertragsbedingungen und Rübenpreise ab 2017 direkt zwischen Zuckerunternehmen und Zuckerrübenanbauerverbänden ausgehandelt.

Nordzucker und Union-Zucker Südhannover haben in ihren Satzungen garantiert, dass nach dem Wegfall des Quotensystems jeder rübenanbauende Aktionär einen Anspruch hat, Rüben an die Nordzucker AG zu liefern.

Bei Wahlen zum Beirat des Zuckerrübenanbauerverbandes Schleswig-Holstein wurden Karsten Pries (Stocksee), Björn Rohweder-Struve (Silzen) und Markus Holländer (Tüttendorf) als Regionalvertreter gewählt. 

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