Negenharrie : 1300 Besucher genossen Kreativität und Muße

Rosa Treß (Mitte), Bildhauerin aus Kiel, weist zwei eifrige Besucher in die Kunst der Holzbearbeitung ein.
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Rosa Treß (Mitte), Bildhauerin aus Kiel, weist zwei eifrige Besucher in die Kunst der Holzbearbeitung ein.

Zum zweiten Mal fand das Lala-Festival auf Hof Ovendorf statt. In Negenharrie konnte man Musik hören, Plaudern oder selbst künstlerisch tätig werden.

shz.de von
14. Juli 2015, 06:30 Uhr

Ehndorf | „Ein grandioser Ort.“ Tanja aus Itzehoe hatte es sich mit ihrem Freund auf dem großen, roten Teppich, der ausgebreitet auf der Wiese lag, gemütlich gemacht und genoss die friedvolle Stimmung und das sommerliche Wetter beim Lala-Festival auf Hof Ovendorf.

Zwischen Feldern und Wiesen, abseits der Straße gelegen, diente der ehemalige Bauernhof den Veranstaltern rund um den Kieler Künstler Pipe Lange bereits zum zweiten Mal als Festival-Gelände. Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr fühlten sich Kai Hellebrandt, Ingo Behrendt, Monika Kuchnowski, Mathu Seichter, Michaela Wilk, Benno Peters und Pipe Lange ermutigt, die bunte Programmmischung fernab des Mainstreams zu wiederholen. Ihre Rechnung ging auf. Insgesamt 1300 Gäste besuchten in der Zeit von Freitagabend bis Sonntagvormittag das Lala-Festival. Manche kamen nur für ein Konzert vorbei, andere blieben den gesamten Zeitraum. Tanja und ihr Freund waren bereits am Freitagabend angereist. Den Tipp hatten sie von einem Bekannten erhalten, die Bilder im Netz hatten sie sofort überzeugt. „In den Sommermonaten sind wir oft auf Festivals unterwegs“, erzählte die junge Frau, aber noch nie habe sie eine solch charmante Veranstaltung erlebt. Das gesamte Gelände, von der Hauptbühne über die Kulturscheune bis hin zum Planet Banane mit seinen Workshop-Angeboten, sei sehr liebevoll gestaltet „Wir sind hergekommen, obwohl wir weder die Veranstalter noch eine der auftretenden Bands oder Künstler kannten. Umso schöner, dass das Programm so vielfältig ist“, schwärmte Tanja. Das schienen die anderen Besucher ähnlich zu empfinden. Wo man hinsah: Erwachsene, die sich angeregt unterhielten oder andächtig den Künstlern auf einer der Bühnen lauschten, Kinder, die über die Wiese tollten oder Schweißversuche unter Anleitung machten, bis hin zu Menschen, die sich einfach treiben ließen und die Stimmung genossen. „Unser Konzept, mit Lala ein Festival zu etablieren, bei dem Kreativität ohne Richtungsweisung lebendig werden kann, scheint aufzugehen“, freute sich Mathu Seichter.

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