Entdeckertour : 130 Besucher ließen sich das Moor erklären

Friedwart Pütz von der Unteren Naturschutzbehörde erklärte den  gut 130 Besuchern der Entdeckertour vorab die Entstehungsgeschichte des Dosenmoores.
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Friedwart Pütz von der Unteren Naturschutzbehörde erklärte den gut 130 Besuchern der Entdeckertour vorab die Entstehungsgeschichte des Dosenmoores.

Das größte und besterhaltene Hochmoor des Landes gilt als wichtiger CO2-Speicher

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26. April 2014, 08:45 Uhr

Neumünster | Eigentlich wollte Umweltminister Robert Habeck die Tour durch sein Kommen adeln, aber der Minister war kurzfristig erkrankt. Die rund 130 interessierten Naturfreunde störte das nicht, sie zogen gestern auch ohne ministerielle Begleitung, dafür aber mit Feldstecher, Kamera und großem Wissensdurst ins Dosenmoor.

Auf ihrer jüngsten „Entdeckertour“ stellte die Stiftung Naturschutz in Schleswig-Holstein ihren Gästen aus dem ganzen Land das Dosenmoor in Einfeld vor. Profis der Naturschutzbehörden und Ehrenamtliche des Infozentrums Dosenmoor führten die Besucher in mehreren Gruppen durch Neumünsters größtes und eindrucksvollstes Naturschutzgebiet.

Dabei ging es nicht nur um das Naturerlebnis und die wieder verdichtete Artenvielfalt, sondern auch um die ökologische Bedeutung des Moores für das Land insgesamt.

Mit mehr als 520 Hektar gilt das rund 11 000 Jahre alte Dosenmoor heute als größtes und besterhaltenes Hochmoor in Schleswig-Holstein. Bereits seit 1978, kurz nachdem in Einfeld der Torfabbau endgültig aufgegeben wurde, wird das Dosenmoor Schritt für Schritt renaturiert. Rund die Hälfte des Moors ist heute wieder vernässt. Im ehemaligen Torfwerk ist heute das ehrenamtlich betriebene Infozentrum Dosenmoor zuhause.

Dr. Walter Hemmerling vom Vorstand der Stiftung unterstrich in den Führungen vor allem die Bedeutung von Moorlandschaften für das Klima. Intakte Moore gelten als wichtige CO2-Speicher und seien mitentscheidend für das Weltklima.

Eine gute Nachricht verkündete Friedwart Pütz von der Naturschutzbehörde: Der verheerende Brand im vergangenen Sommer habe dem Naturraum Moor offenbar weniger zugesetzt als zunächst befürchtet.

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