130 Besucher feierten eine ausgelassene Sumpfrock-Party

Le Clou heizte dem Publikum im Aukruger Tivoli mit französischem Sumpfrock ordentlich ein:  Johannes Epremian (von links), Gero Gellert, Michel David, Ralph Schläger und Yves Gueit. Foto: Voiges
Le Clou heizte dem Publikum im Aukruger Tivoli mit französischem Sumpfrock ordentlich ein: Johannes Epremian (von links), Gero Gellert, Michel David, Ralph Schläger und Yves Gueit. Foto: Voiges

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08. Mai 2012, 03:59 Uhr

Aukrug | Cajun, das ist traditionelle französische Musik aus den Sümpfen des Mississippideltas, und die Musiker der Gruppe Le Clou sind die unangefochtenen Könige dieser schweißtreibenden Musik, die sofort in die Beine geht. Auf Einladung des Kulturfördervereins Aukrug feierten denn auch 130 Besucher gemeinsam mit den Musikern am Sonnabend im Tivoli eine Sumpfrock-Party.

"Ich habe Kritiken gelesen und das hörte sich gut an. Ich habe mir gedacht, ehe ich auf den nächsten Auftritt warte, engagiere ich sie lieber gleich selbst", erzählt dazu augenzwinkernd Johannes Carstens, erster Vorsitzender des Kulturfördervereins. Beim Publikum hatte er mit seiner Wahl auf jeden Fall ins Schwarze getroffen. Spontaner Beifall, Pfiffe und rhythmisches Mitklatschen begleiteten den Auftritt der musikalischen Botschafter dieser feierfreudigen Südstaatenkultur von Anfang an.

"Ich wusste gar nicht, dass es so etwas gibt, aber ich bin begeistert. Mir gefallen sowohl die ruhigen als auch die schnellen Stücke", erklärte Rosemarie Germer aus Aukrug. Französische Sprachkenntnisse waren nicht notwendig, denn die mitreißende Musik sprach für sich. Viele Gäste ließen sich deshalb auch nicht lange bitten und tanzten ausgelassen zu den Klängen von Teufelsgeiger und Gitarrist Johannes Epremian, dem charismatischen Sänger und Waschbrettspieler Michel David sowie dem musikalischen Multitalent Yves Gueit, der mit dem Cajun-Akkordeon den Zuhörern ordentlich einheizte. Gero Gellert am Bass und Ralph Schläger am Schlagzeug komplettierten die Besetzung und überzeugten das Publikum mit hervorragenden Soli.

Balladen wechselten mit Bluesrhythmen, Reggaeklänge und RocknRoll wurden, gespickt mit Anekdoten und Wissenswertem über die Cajuns, mit französischem Charme serviert. "Sehr schön. Die Musik ist von den Rhythmen her vielseitiger, als ich dachte", stellte Gunnar Gerth aus Aukrug fest. Bei so guter Stimmung wunderte es nicht, dass das Publikum die Musiker nur ungern und erst nach mehreren Zugaben entließ.

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