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Wasbek : 12 Gemeindevertreter wehren sich gegen Vorstoß der BMW

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Mitteilung ging an alle Wasbeker Haushalte.

Wasbek | Auf den im Januar verteilten 25. Bürgerbrief der Wählergemeinschaft Bürgerliche Mitte in Wasbek (BMW) hat jetzt die restliche Gemeindevertretung mit einem Brief an die Wasbeker reagiert. Dort wird erklärt, warum Wasbek eine Zweifeld-Sporthalle braucht.

Die BMW will den von der Gemeindevertretung beschlossenen Bau der neuen 2,7 Millionen Euro teuren Zweifeld-Turnhalle verhindern: Sie plant einen Bürgerentscheid (der Courier berichtete). Dazu wird mit dem neuesten BMW-Bürgerbrief zurzeit eine Unterschriftenliste an die Einwohner verteilt, um bei der Kommunalaufsicht ein Bürgerbegehren beantragen zu können. 180 Unterschriften werden dafür benötigt.

Die BMW ist gegen eine Verschuldung der Gemeinde für den Hallenneubau. Laut BMW sei die geplante Ballsporthalle für die meisten Sparten zu groß, bekomme keine flexibel nutzbaren Räume und sei nicht individuell beheizbar. Die BMW schlägt vor, die bestehende Halle mit den Abrisskosten lieber zu renovieren. Der Bau einer Ein-Feld-Halle mit Tribüne solle geprüft werden.

Geschlossen haben jetzt alle restlichen 12 (von 15) Gemeindevertreter von CDU, SPD und der Wählergemeinschaft Fürs Dorf reagiert und mit den „Unwahrheiten“ der BMW aufgeräumt.

Der Hallenneubau sei bereits im September 2015 beschlossen und öffentlich diskutiert worden, auch in einer Einwohnerversammlung. Für die Planung müsse die Gemeinde bereits 200 000 Euro zahlen. Dieses Geld wäre verloren. Der Sportverein brauche eine Zweifeld-Halle, die dann auch zwei Sparten zeitgleich die Nutzung erlaube.

„Einhellige Aussage der Fachleute war, dass eine Sanierung der alten Halle ,hinausgeworfenes Geld’ ist“, heißt es außerdem in dem Schreiben vom 2. Februar, das an die Wasbeker Haushalte verteilt wurde. Die gute Haushaltslage und die niedrigen Zinsen werden ebenfalls als Argumente für den Hallenneubau in Wasbek angeführt. Schließlich stellen die Gemeindevertreter von CDU, SPD und Wählergemeinschaft Fürs Dorf klar: Der Antrag für ein Bürgerbegehren sei nicht von der Verwaltung vorbereitet worden. Der Schulverband wird mit einer jährlichen Nutzungsentschädigung an den Kosten beteiligt. Die Halle kann flexibel genutzt und beheizt werden und Platz für 190 Zuschauer.

Der Abriss der alten Halle ist für Ende März geplant. Die BMW will mit ihren Bürgerbegehren den Baubeginn stoppen. „Sollte die Kommunalaufsicht diesem stattgeben, würde das Verfahren bis zur Entscheidung ruhen“, sagt Uwe Pauschardt von der BMW. 

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erstellt am 05.Feb.2016 | 08:00 Uhr

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