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Schillsdorf : 1186 Unterschriften wurden übergeben

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Bauwagen der Bokhorster Wald-Kita soll stehen bleiben: Gestern wurde in Kiel die Eingabe an den Petitionsausschuss überreicht.

Schillsdorf | Das Ringen um den Bauwagen der Bokhorster Waldkindergartengruppe im Schillsdorfer Wald geht in die nächste Runde. Jetzt soll der Petitionsausschuss des schleswig-holsteinischen Landtags helfen. Gestern wurde eine Liste mit 1186 Unterschriften übergeben.

Es war eine bunte, kleine Runde, die sich gestern vor dem Kieler Landtag versammelt hatte, um mit einer Eingabe an den Petitionsausschuss für den Erhalt der Waldkindergartengruppe im Forst „Wildhagen“ von Grundeigentümer Harry von Bülow zu kämpfen. Nach derzeitiger Rechtsauslegung soll die Heilig-Geist-Kirchengemeinde als Träger der Waldkindergartengruppe den Bauwagen, der in dem Privatwald als Schutzraum für die Kinder steht, dort entfernen. Ohne einen Schutzraum für die Kinder erhält der Waldkindergarten allerdings keine Betriebsgenehmigung mehr. Zum 31. Dezember soll der Wagen nach einem Bescheid des Kreises entfernt werden. Das wollen Elternvertreter, Bürgermeister, Träger, Kindergartenleitung und Waldbesitzer Harry von Bülow so nicht gelten lassen. 1186 Unterschriften haben die Vertreter der Waldkindergartengruppe gesammelt. Noch einmal 400 Befürworter haben sich online für den Erhalt des Bauwagenstandortes ausgesprochen.

Gestern nahm Jürgen Weber aus dem Petitionsausschuss die Unterschriften aus den Händen der Kinder entgegen. „Wir prüfen sehr intensiv, führen viele Gespräche, und in der Regel wird eine Entscheidung des Petitionsausschusses auch nur sehr selten infrage gestellt“, sagte Weber. Die Aufgabe des Petitionsausschusses liege darin, Möglichkeiten und Wege zu finden. „Wenn es die gibt, finden wir sie auch“, meinte Weber. Falsche Hoffnung wolle er als zuständiger Sprecher zwar nicht machen, der Einladung sich den Waldkindergarten vor Ort anzusehen, folge er allerdings gern.

„Wir fühlen uns vom Kreis allein gelassen“, meinten Pastorin Ulrike Witte und Kindergartenleiterin Alexandra Kummutat. Gruppenleiterin Petra Rothenburg-Bahr hatte die Petition auf den Weg gebracht und ist enttäuscht, dass es von Seiten des Kreises keine Unterstützung gibt. „Selbst der Schleswig-Holsteinische Gemeindetag schweigt sich aus“, ärgerte sich der Rendswührener Bürgermeister Dr. Thomas Bahr.

Außerdem sei die Art und Weise des Eingriffs in sein Privateigentum durchaus fragwürdig, meinte Waldbesitzer Harry von Bülow, der den Betrieb der Waldkindergartengruppe nicht nur genehmigt hat, sondern auch sonst helfend unterstützt.  

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