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Boostedt : 101 Soldaten kehrten gesund aus Afghanistan zurück

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Für das Instandsetzungsbataillon 166 gab es einen Appell in der Rantzau-Kaserne. Der nächste Einsatz soll im Mai 2014 sein.

Die Boostedter Soldaten sind wieder gesund aus Afghanistan zurück. 101 Soldaten des Instandsetzungsbataillons 166, die seit Februar im Rahmen des 31. Einsatzkontingents ISAF in Mazar-e-Sharif eingesetzt waren, wurden gestern mit einem Rückkehrappel offiziell wieder in der Rantzau-Kaserne in Boostedt begrüßt.

In Anwesenheit zahlreicher Soldaten, der Boostedter Kompanien sowie Neumünsters Stadtpräsident Friedrich-Wilhelm Strohdiek und Boostedts Bürgermeister Hartmut König sprach der Kommandeur des Instandsetzungsbatallions 166, Oberstleutnant Sven Ronski, den Einsatzkräften seine Anerkennung aus. Den Einsatz der Soldaten unter dem Kommando von Hauptmann Martin Herold (33) bewertete er dabei nicht ohne Stolz mit dem Prädikat „zur vollsten Zufriedenheit“.

„Ihr Auftrag bestand vor allem in der Materialerhaltung und Instandsetzung des eingesetzten Gerätes. Aber auch die Bergung von Fahrzeugen gehörte zu Ihren nicht ungefährlichen Aufgaben. Doch die gute Ausbildung und Ihre positive Einstellung haben sie alle gesund nach Hause geführt. Nähern Sie sich nun vorsichtig wieder ihrem täglichen Betriebsablauf mit Freunden und Familie, die die vergangenen vier Monate auf Sie verzichten mussten“, gab er den Rückkehrern mit auf den Weg.

Friedrich-Wilhelm Strohdiek ließ es sich auch dieses Mal nicht nehmen, das Neumünsteraner Ortsschild, das die Kompanie als Heimatgruß mit in den Einsatz genommen hatte, mit lobenden Worten wieder entgegenzunehmen.

Das Instandhaltungsbatallion 166 wird vor seiner Auflösung im Jahr 2015 im Mai 2014 noch einmal zu einem KFOR-Einsatz in den Kosovo aufbrechen – natürlich wieder mit dem Ortsschild im Gepäck.

Im Gespräch mit dem Courier gab Kompaniechef Hauptmann Martin Herold noch einen ganz persönlichen Bericht ab. Der seit 1998 in der Bundeswehr dienende Familienvater übernahm beim Einsatz in Afghanistan erstmalig eine so umfangreiche Führungsaufgabe. „Ich war positiv angespannt. Zwei Mal war ich auf Erkundung vorher in Mazar-e-Sharif. Aber die Frage blieb, wie reagieren die Männer, die ich ja zum Teil nicht kannte“, erzählte er. Letztlich sei er jedoch jetzt rundum zufrieden und glücklich, denn sowohl fachlich als auch kameradschaftlich sei alles gut gelaufen, erklärte er weiter.

Mit zu den größten Herausforderungen zähle für die Einsatztruppe das Klima. „Von minus 2 bis plus 50 Grad ist alles dabei. Und die Hochwasserlage im Lagergebiet war teils schon dramatisch. Doch es ist uns neben den Bergungen und Reparaturen gelungen, aus dem Lager Ersatzteile im Wert von 1,3 Millionen Euro in den logistischen Wirtschaftskreislauf zurückzuführen“, berichtete er.



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