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Holsteinischer Courier

21. August 2017 | 19:59 Uhr

1000 Liter Diesel auf der Autobahn

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Lkw fuhr bei Großenaspe auf Schwertransport / Feuerwehrleute mussten mühevoll die Fahrbahn von dem gefährlichen Ölfilm befreien

Nächtlicher Großeinsatz der Feuerwehr mit Bindemittel, Besen und Kehrmaschinen: Die Autobahn 7 musste Donnerstagmorgen ab 4.30 Uhr für mehrere Stunden voll gesperrt werden, nachdem bei einem schweren Lkw-Unfall große Mengen Dieselkraftstoff auf die Fahrbahn gelaufen waren.

Eine Sattelzugmaschine aus Tschechien war zwischen den Abfahrten Bad Bramstedt und Großenaspe auf einen Schwertransporter aufgefahren, der wegen eines technischen Defekts auf dem Seitenstreifen stand. Der Schwertransport hatte ein Trafohäuschen geladen.

Bei dem Aufprall des Sattelzuges auf den Schwertransport wurde der 48-jährige Fahrer verletzt. Er musste nach Neumünster ins Krankenhaus gebracht werden. Das Führerhaus seines Lkw wurde völlig zertrümmert, ein Dieseltank riss aus der Verankerung und platzte auf. Innerhalb von kurzer Zeit ergossen sich rund 1000 Liter Diesel auf den mit Trümmerteilen übersäten Asphalt. Weil der Verkehr zunächst auf dem Überholfahrstreifen weiterlief, wurde der Kraftstoff auf etwa 500 Metern Länge als hochgefährlicher Schmierfilm verteilt. Als der erste Streifenwagen der Autobahnpolizei vor Ort war, richteten die Beamten sofort eine Vollsperrung ein. Der Verkehr staute sich schnell auf mehreren Kilometern zurück. Ab Bad Bramstedt wurde die Blechlawine auf die Bundesstraße abgeleitet.

Die Feuerwehr Bad Bramstedt rückte an, um die Dieselverschmutzung zu beseitigen. Schon bald mussten die Einsatzkräfte feststellen, dass ihr Vorrat an Bindemittel wohl nicht ausreichen würde. Deshalb wurde noch Verstärkung aus Kaltenkirchen angefordert. Insgesamt wurden 60 Sack Bindemittel ausgebracht. Dann griffen rund 20 Feuerwehrleute zum Besen, um mit einem knapp zweistündigen Kraftakt wenigstens einen Fahrstreifen wieder befahrbar zu machen. Sehr bewährt hat sich dabei auch eine motorbetriebene Kehrmaschine der Wehr Kaltenkirchen. Mehr als drei Stunden nach der Kollision konnte der aufgestaute Verkehr schließlich die Unfallstelle passieren. Die Autobahn blieb aber weiter gesperrt, weil der Asphalt noch einer aufwendigen chemischen Reinigung durch eine Spezialfirma unterzogen werden muss.Gestern gegen 9.30 Uhr konnte ein Fahrstreifen wieder freigegeben werden, der etwa drei Kilometer lange Stau in Richtung Norden baute sich rasch ab. Um 11 Uhr wurden wieder beide Fahrbahnen frei gegeben. Ein Fachmann der zuständigen Wasserbehörde stellte fest, dass ein Bodenaustausch nicht erforderlich ist.


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erstellt am 28.Okt.2013 | 13:31 Uhr

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