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Boostedt : 100 weitere Flüchtlinge fanden ein Notquartier

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Weil die Erstaufnahmeeinrichtung in Neumünster aus allen Nähten platzte, wurden kurzfristig weitere Menschen aufgenommen.

shz.de von
erstellt am 19.Aug.2015 | 07:45 Uhr

Boostedt | Das Gerücht kursierte bereits in Boostedt. Demnach sollen die Belegungszahlen in der Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge in der ehemaligen Rantzau-Kaserne über die vom Land fest zugesagte Grenze von 500 Personen bereits weit hinausgegangen sein. Gestern bestätigte Susanne Berndt von der Pressestelle des Landesamtes für Ausländerangelegenheiten auf Nachfrage eine kurzfristige Überbelegung. Zeitweilig sollen 100 weitere Flüchtlinge in Boostedt untergebracht worden sein – aus purer Platznot.

Allerdings sei die Einrichtung lediglich von Sonnabend bis zum Dienstagmorgen mit 600 Personen stärker belegt gewesen, um einen Engpass in Neumünster, der plötzlich aufgetreten sei, zu überbrücken (der Courier berichtete).

Für die Unterbringung der zusätzlich aufgenommenen Personen wurden in Boostedt kurzfristig Feldbetten aufgestellt. Es sei jedoch nicht geplant, die Einrichtung häufiger als Ausweichquartier zu nutzen. Verteilt wurden die 100 Flüchtlinge gestern in die Kreise und kreisfreien Städte des Landes. Dieser Transfer findet regelmäßig aus allen Erstaufnahmeeinrichtungen in die Kommunen statt. Aktuell sind nun wieder 500 Asylsuchende in Boostedt vor Ort.

„Eine offizielle Anfrage des Landes zur Erweiterung der Aufnahmestelle gibt es nicht. Aus dem Innenministerium, sprich von Manuela Söller-Winkler, der Staatssekretärin im Innenministerium, wurde mir erst vor Kurzem noch einmal bestätigt, dass es auf jeden Fall bei 500 Plätzen bleibt“, sagte Bürgermeister Hartmut König (CDU) dazu auf Anfrage. Wenn es die Situation jedoch erfordere, könne man den Menschen auch nicht die Tür vor der Nase zuschlagen, so der Bürgermeister. „Allerdings würde ich mir wünschen, dass die Gemeinde zukünftig über solche Aktionen informiert wird“, erklärte er.

Aktuell sind rund 2000 Menschen in der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Neumünster untergebracht. Die Zahl sei, so die Pressestelle, jedoch dynamisch, da einerseits stündlich Flüchtlinge neu ankommen und andererseits täglich Transferfahrten stattfinden.  



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