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Gross Kummerfeld : 100 Wehrleute übten in der Waldhof-Ruine

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Nebeneffekt der Großübung: Die alten Mauerreste der Ruine von „Busch im Busch“ wurden nach der Übung abgerissen.

Eine starke Explosion mit anschließendem Waldbrand sowie mehrere vermisste Personen – so sah es das Szenario der Großübung für die Freiwilligen Feuerwehren Kleinkummerfeld, Groß Kummerfeld, Willingrade, Latendorf, Braak, Boostedt und Neumünster Gadeland am Sonnabendmorgen vor.

Der Einsatzort lag im Wald an der Segeberger Chaussee (K 114) bei der die Ruine des ehemaligen Ausflugslokals Waldhof, im Volksmund „Busch im Busch“ genannt. Dort waren außerdem das Technische Hilfswerk (THW) und das RUD-Team (realistische Unfall- und Notfalldarstellung) der Freiwilligen Feuerwehr Stadtmitte am Werk.

Rund 100 Einsatzkräfte arbeiteten unter der Regie von Einsatzleiter Mathias Scheel (Freiwillige Feuerwehr Groß Kummerfeld) Hand in Hand. Allein 2500 Meter Wassertransportschläuche (B-Schläuche) mussten im Gelände verlegt werden. Eine Schlauchbrücke wurde errichtet. Kurzzeitig wurde die Kreisstraße dazu sogar gesperrt.

Besonderer Wert wurde bei der Übung auf die Personenrettung und -betreuung gelegt. Hierzu hatten sich mehrere Mitglieder der Jugendfeuerwehr Stadtmitte sowie weitere Helfer vom RUD-Team schminken lassen, um den Kameraden eine möglichst authentische Situation vorzugeben. Teilweise gut versteckt in den schlecht zugänglichen Ruinen mussten die Verletzten von Atemschutzträgern gefunden und geborgen werden.

Anschließend rückte das THW aus Neumünster und Kaltenkirchen an, um die Mauerreste und Kellergewölbe des Waldhofes mit schwerem Gerät nun endgültig platt zu machen.

Das Hotel Waldhof fiel Anfang der 90er-Jahre einem Brand zum Opfer. Seitdem verfielen die Überreste des Hotels in dem abgelegenen Waldgebiet. „Wir hatten die Idee mit der Übung, da wir die Gebäudereste als Gefahrenquelle, insbesondere für Kinder erkannt haben. Die Graffiti und der Müll sprechen ja dafür, dass sich hier des Öfteren Menschen aufhalten. Da das Gelände Privatbesitz ist, räumen wir hier nun zwar nicht auf, aber die Gefahr durch einstürzende Mauerreste ist gebannt“, erklärte der Kleinkummerfelder Ortswehrführer Jörg Wrage zum ungewöhnlichen Einsatzort.

Am Ende der Großübung waren die Beobachter mit den Leistungen der Wehren (fast) zufrieden. „Gute Arbeit vom Löschzug. Das hat alles super geklappt. Bei der Personensuche können wir jedoch noch zulegen. Das ging mir noch ein bisschen zu langsam“, beurteilte Amtswehrführer Jörg Nero zum Schluss.





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erstellt am 15.Okt.2013 | 07:00 Uhr

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