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Holsteinischer Courier

16. Dezember 2017 | 16:46 Uhr

Bönebüttel : 100 Meter pro Windrad sind genug

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Firma gibt zu bedenken: Anlage über 180 Meter Höhe ist erst wirtschaftlich.

BÖnebüttel | Bönebüttels Bürger und Politiker wollen keine Windkraftanlagen über 100 Meter Höhe in der Gemeinde zulassen. Das Areal unweit des Waldstücks „Hölle“ könnte das Land als Eignungsgebiet durchaus wieder in die Windkraftplanung aufnehmen. Das erklärte Bauleitplaner Uwe Czierlinski aus Bornhöved auf der Gemeindevertretersitzung.

Nach aktuellem Stand könnten bis zu sechs Anlagen entstehen. Letzte biologische Gutachten aus dem August wiesen noch einmal einen erweiterten Storchenschutz aus. Da die Bönebütteler Störche das nördliche Planungsgebiet auch für Übungsflüge mit ihren Jungen aufsuchen, müssten in dieser Zeit zusätzliche Abschaltungen der Anlagen erfolgen. Ob sich der Standort neben Storchen- und Fledermausschutz und anderen Begleitumständen wirtschaftlich rechnet, das müssten mögliche Windkraftplaner und Anlagenbetreiber beurteilen. Das sei wohl kaum der Fall, meinte Projektleiter Heiko Mescher von der Firma „Erneuerbare Energien Europa “ (E3) aus Hamburg. Mescher nahm die Bürgerfragestunde als Gelegenheit, einen Appell an die Gemeinde zu richten, die Höhenbegrenzung zu kippen. Die mit 100 Metern Höhe geschaffenen Rahmenbedingungen seien an dem Standort unwirtschaftlich. Die Idee von E3: vier Anlagen mit über 180 Metern Höhe. Dafür könne aber auch über Modelle wie eine Bürgerwindkraftanlage als Beteiligungsmöglichkeit gesprochen werden.

Wie Bönebüttels Bürgermeister Udo Runow meinte, sei die Zulassung der Anmerkung des Planers nur der Höflichkeit geschuldet. Die Einwohnerfragestunde sei für Bürgeranfragen aus der Gemeinde. Die Beschlüsse der Gemeindevertretung zur erneuten Bewilligung des Entwurfs und öffentlichen Auslegung des betroffenen Flächennutzungsplans wurden mit sieben Ja-Stimmen, drei Gegenstimmen und einer Enthaltung gefasst. Darin wollen Bönebüttels Ortsplaner an den bisherigen Rahmenbedingungen und Anlagenhöhen festhalten.

Außerdem rief Bürgermeister Udo Runow noch einmal mögliche Vermieter auf, sich beim Bürgermeister zu melden. „Wir brauchen dringend weitere Wohnungen oder Häuser für Kriegsflüchtlinge“, sagte Runow. Der Partner für die Verträge ist die Gemeinde. Vermieter müssten sich daher wenig Gedanken über den Zahlungsfluss der Miete oder Sprachschwierigkeiten und ähnliche Hürden machen, da diese Dinge von der Gemeinde geregelt werden.

Außerdem wies Runow auf die Termine zur Strauchabfuhr, Gartenabfallabfuhr und Weihnachtsbaumentsorgung hin. Am 26. November findet die kostenlose Strauchabfuhr des Kreises Plön statt. Strauchgut soll ordentlich gebündelt an den Straßenrand gelegt werden. Am 28. November steht ein Container für Gartenabfälle und Laub am Sportlerheim bereit. Hier werde kein Strauchgut angenommen, sagte Runow. Außerdem werden die Bönebütteler gebeten, ihre ausgedienten Weihnachtsbäume bis spätestens 15. Januar am Sammelplatz am Sportlerheim abzulegen.  

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