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“Xaver“ : 100-jährige Eiche fiel auf die Gaststätte Klint

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Heidmühlener Feuerwehr zersägte den Baum bei starken Böen. Umgestürzte Bäume gab es auch in Wasbek, Aukrug und Boostedt. Die Landesforsten warnen davor, die Wälder zu betreten.

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erstellt am 07.Dez.2013 | 09:00 Uhr

Auch im Umland gab es Schäden durch Orkan „Xaver“, allerdings hielten sich die Einsätze in Grenzen. Hoch hinaus mussten 20 Einsatzkräfte der Heidmühlener Freiwilligen Feuerwehr am Donnerstagabend. An der Gaststätte Klint war auf der rückwärtigen Gebäudeseite eine mehr als 100-jährige Eiche abgeknickt, deren Krone das Dach des zum Haus gehörenden Saales stark beschädigte.

„Wir haben das Astwerk runtergeholt und das Dach provisorisch geflickt, um weitere Schäden durch einen zusätzlichen Wassereinbruch zu verhindern“, erklärte dazu der Ortwehrführer Hans-Hinrich Pohlmann. „Bei diesen starken Böen mit der Leiter auf dem Dach zu stehen, war schon gefährlich. Aber wir haben immer wieder ein bisschen die Flauten abgewartet und uns dann natürlich auch beeilt. Aber es war schon ganz schön stürmisch da oben“, berichtete er weiter.

Glück im Unglück hatten die Betreiber der Gaststätte, die sich zurzeit in der Winterpause befindet dennoch, denn der Stamm der Eiche glitt am Giebel ab, so dass Schlimmeres verhindert wurde. Hätte der Stamm den Giebel getroffen, hätte es den Saal wohl auch innen stark beschädigt, so die Vermutung der Feuerwehr. Gestern konnte eine Zimmerei den Schaden vorerst richten. „Keiner hätte damit gerechnet, dass gerade dieser Baum umfällt. Im Sommer stand er in vollem Laub. Es waren keine Anzeichen für eine Schwächung zu erkennen. Aber man steckt halt nicht drin“, berichtete der stellvertretende Ortswehrführer Roman Hausner.

Die Straße zwischen Großenaspe und Boostedt musste die ganze Nacht über gesperrt werden. Aus einer Tannenschonung waren immer wieder Bäume auf die Fahrbahn gekippt. Erst als der Wind am Morgen schwächer wurde, konnten Mitarbeiter des Wege-Zweckverbandes sie zersägen und wegräumen. Auch an einem Wegweiser in Großenaspe tobte sich „Xaver“ aus.

Der Übergang der Autobahn 21 zur Bundesstraße 404 in Höhe Wankendorf musste wegen eines umgestürzten Lkw-Anhängers voll gesperrt werden. Der Lkw in Fahrtrichtung Kiel wurde gestern gegen 1.40 Uhr derart heftig von einer Windböe erfasst, dass der mit Obst und Gemüse beladene Anhänger umstürzte. Für die Bergungsarbeiten wurde die Straße in beiden Richtungen voll gesperrt. Der Fahrer wurde nicht verletzt.

Am späten Donnerstagabend rückten die Wasbeker und die Aukruger Wehren aus, um in Tönsheide auf der Landesstraße 121 umgestürzte Bäumen zur Seite zu räumen. Gestern um 7 Uhr lag im Wasbeker Ortsteil Bullenbek ein Baum auf der Straße. Gegen 10.30 Uhr verlor ein Autofahrer auf der Straße nach Ehndorf in Richtung Wasbek auf schneeglatter Fahrbahn die Kontrolle über sein Fahrzeug und schleuderte in den Graben. Der Unglücksfahrer erlitt leichte Kopfverletzungen und wurde mit dem Rettungswagen ins Friedrich-Ebert-Krankenhaus nach Neumünster gebracht.

„Anschließend fuhren wir mit den Einsatzfahrzeugen unser Gemeindegebiet ab. Dabei mussten wir im Raum Prehnsfelde erneut drei Bäume räumen“, berichtete Gemeindewehrführer Heinrich Kühl.

Auch in den Wäldern hat es wieder Schäden gegeben. „Nach ersten Rückmeldungen aus den Förstereien hat uns der Sturm nicht so hart getroffen wie erwartet“, erklärte Tim Scherer, Direktor der Landesforsten. Die Landesforsten warnen eindringlich davor, die Wälder zu betreten. Es können noch Bäume umstürzten und lockere Äste zu Boden fallen.



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