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Holstenhallen-Restaurant : 100 Gäste genossen das erste Logen-Dinner

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Ordensbrüder trafen sich zu einem festlichen Essen im Holstenhallen-Restaurant.

Neumünster | Tradition im Wandel: Unter der Federführung der Freimaurer-Loge trafen sich die drei Neumünsteraner Logen am Sonnabend erstmalig nicht zu ihrem gemeinsamen Ball im Restaurant der Holstenhallen. Geladen hatten die Ordensbrüder stattdessen bei der 45. Auflage ihres traditionellen Treffens zu einem festlichen Essen, das 100 Gäste im Laufe des Abends sichtlich genossen.

Einen weiteren Höhepunkt des Prämieren-Dinners lieferte zudem die Autorin Birgitt Jürs, deren Vortrag plattdeutscher Schmunzelgeschichten von den Teilnehmern mit viel Beifall belohnt wurde.

„Wir haben uns mit dieser Veranstaltung dem Zeitgeist angepasst. Bälle sind ja ein bisschen aus der Mode. Außerdem wollen wir allen Mitgliedern einen schönen Abend bieten. Und so mancher unter uns kann eben nicht mehr tanzen“, erklärte Friedrich-Wilhelm Strohdiek (72), Logenmeister der Freimaurerloge „St. Johannis zur Brudertreue an der Schwale“, die neue Form der Veranstaltung.

Die Zusammenkunft von drei Logen bleibe dennoch eine einzigartige Sache, die sich die Neumünsteraner – auch wenn dies aus anderen Bruderschaften kritisch beurteilt wird – nicht nehmen lassen werden, sagte Strohdiek weiter.

Die gemeinsamen Grundsätze von Freundschaft, Brüderlichkeit und Toleranz pflegen die hiesigen Logen zudem mit einer gemeinsamen Arbeitssitzung, die ebenfalls nicht unbedingt auf Gegenliebe stößt. „Doch das Miteinander der Brüder prägt das gesamte Logenleben in der Stadt. Deshalb halten wir daran fest“, erklärte dazu Peter Wurz (72), Obermeister des Odd Fellow Ordens „Nord-Albingia-Loge“.

Insgesamt verzeichneten die Logen im vergangenen Jahr zehn Neuzugänge. „Das Interesse ist da. Werte und Tradition gewinnen wieder an Bedeutung“, wusste Peter Meinke (60, Vorstandsmitglied der Druidenloge „Loge Nygemünster) zur Entwicklung der Logen zu berichten. Und so müssen sich die Logenbrüder, auch wenn jetzt nicht mehr getanzt wird, wohl keine Sorgen um ihren Fortbestand machen.

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