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Datenautobahn : 10 Millionen Euro für das schnelle Glasfasernetz

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Investitionsbank fördert SWN-Netzausbau mit dickem Darlehen

von
erstellt am 17.Jun.2016 | 08:45 Uhr

Neumünster | Die Stadtwerke wollen beim Ausbau des schnellen Internets offenbar auch in dem kommenden Jahren dicke Bretter bohren: In der SWN-Zentrale an der Bismarckstraße unterzeichneten SWN-Chef Matthias Trunk und Olaf Tölke von der Investitionsbank Schleswig-Holstein jetzt einen Darlehensvertrag über 10 Millionen Euro. Weitere 10 Millionen Euro haben die Stadtwerke bei mehreren Großbanken eingeworben. Insgesamt will das Unternehmen in den kommenden Jahren rund 60 Millionen Euro in den Ausbau der Glaserfasernetze in Schleswig-Holstein investieren. Damit übernähmen die SWN im Lande eine klare Vorreiterrolle, sagte Trunk.

Die Einwerbung des IBSH-Darlehens sei für die Stadtwerke ein „immens wichtiger Schritt“, da die Fremdfinanzierung großer Projekte wegen der Energiewende auch für Stadtwerke grundsätzlich schwieriger geworden sei, unterstrich Trunk. Die Krux: Der Aufbau des Glasfasernetzes ist zwar mit enormen Anfangsinvestitionen verbunden, bis die ersten Anschlussnehmer ans Netz gehen und damit die ersten Einnahmen erzielt werden, können aber mitunter Jahre vergehen.

Die SWN tasten sich daher auch auf dem Stadtgebiet eher Schritt für Schritt vor: Nach Tungendorf und Einfeld soll jetzt die Gartenstadt mit dem superschnellen Kabel versorgt werden (der Courier berichtete). Noch bis zum 16. Juli können sich dort rund 2000 Haushalte im „Aktionszeitraum“ das lichtschnelle Internet zu Vorzugskonditionen sichern.

Eine Mindestquote an Anschlussnehmern verlangen die SWN für die Stadtteile nicht, die Teilnehmerzahl sei aber mitentscheidend dafür, ob und in welchem Tempo die SWN den Ausbau des Glasfasernetzes auch innerstädtisch vorantreiben, bestätigte SWN-Chef Matthias Trunk. In Tungendorf und Einfeld haben sich nach SWN-Angaben bislang rund 1800 Kunden für die zukunftsweisende Glaserfasertechnologie entschieden.

Insgesamt werden in 46 Umlandgemeinden Neumünsters derzeit rund 5000 Haushalte mit dem schnellen Glasfasernetz der Stadtwerke Neumünster versorgt. Darüber hinaus sind die SWN beim Netzausbau in den Kreisen Steinburg und Dithmarschen aktiv – dort bauen sie allerdings nicht auf eigene Rechnung sondern im Auftrag. Laut eigener Einschätzung sind die Stadtwerke damit beim schnellen Internet per Glasfaser größter Flächenversorger im Norden.

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