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FEK-Spende : 10 000 Euro für Krankenhaus-Projekt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Sechs Serviceclubs spendeten für die Aktion „Begleitet ins Leben – für das Kindeswohl“ im FEK. 120 Frauen wurden bislang betreut.

Neumünster | Seit einem Jahr bietet das Friedrich-Ebert-Krankenhaus (FEK) mit dem Projekt „Begleitet ins Leben – für das Kindeswohl“ interkulturelle Sprechstunden und eine Still- und Ernährungsberatung für junge Mütter und Wöchnerinnen in sozial schwierigen Situationen an. Finanziert wird diese spezielle Unterstützung von sechs Service-Clubs der Stadt (der Courier berichtete), die am Montag nun zum zweiten Mal 10  000 Euro an den Chefarzt der Klinik für Geburtshilfe, Dr. Ivo Heer, und die leitende Hebamme Karin Laatsch übergaben.

„Manche junge Mutter ist mit dem Baby überfordert, verzichtet aber auf eine Wochenbettbetreuung, obwohl ihr die als Krankenkassenleistung zusteht. Grund dafür sind oft Probleme wie Sucht, Gewalterfahrungen oder soziale Not. Diese Frauen versuchen wir in den drei, vier Tagen, in denen sie bei uns sind, aufzufangen. Denn danach sind sie nicht mehr greifbar“, sagte Karin Laatsch über den Ansatz des niederschwelligen Hilfsangebotes, das sie gemeinsam mit drei weiteren Hebammen organisiert.

Mittlerweile hat sich aus der Beratung in den zusätzlichen Sprechstunden zudem ein Netzwerk entwickelt, in dem zahlreiche Einrichtungen zusammenarbeiten, unter anderem das Jugendamt und der Soziale Dienst. „Zum Beispiel konnten wir einer 38-Jährigen helfen, die wegen einer Drogenproblematik eine Psychose entwickelt hatte. Aber ohne dieses Projekt wäre sie uns durch die Lappen gegangen“, berichtete Karin Laatsch aus der Praxis.

„Im Laufe des Jahres haben wir 120 Mütter in den zusätzlichen Sprechstunden betreut. Das sind rund zehn Prozent der Frauen, die bei uns ihre Kinder bekommen. Darum bin ich überzeugt, dass wir hier in Neumünster ein sozialmedizinisches Zentrum brauchen. Denn wir können die Lebenswege ändern, wenn wir frühzeitig auf Augenhöhe und mit menschlicher Nähe in die Unterstützung der Mütter investieren“, erklärte Ivo Heer.

Die beiden Neumünsteraner Lions-Clubs, der Rotary-Club Neumünster, Round Table und die Damen-Clubs Inner Wheel und Zonta haben zugesagt, die Finanzierung der Initiative auch für die kommenden drei Jahre zu übernehmen.

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erstellt am 15.Feb.2017 | 08:00 Uhr

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