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Holsteinischer Courier

17. August 2017 | 02:01 Uhr

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Wir haben kein Verständnis mehr



Zum Artikel „Neuer Zeitplan für die Wasbeker Straße“, Courier vom 25. Oktober.

Noch am Donnerstag, 24. Oktober, als elf Geschäftsleute und Eigentümer der Wasbeker Straße beim Bauamtschef Herrn Schnittker eine Besprechung hatten, war von einer eventuellen monatelangen Aussetzung des Bauvorhabens keine Rede. Das ist eine schlechte Lösung, kann sehr teuer werden und beinhaltet ein großes Risiko. Ein klares „Nein“ zu diesem Vorschlag!

Auf Grund der katastrophalen Terminsituation und des nahenden Winters muss unbedingt rechtzeitig entschieden werden, ob noch mit dem dritten Bauabschnitt begonnen werden kann oder die Arbeiten einzustellen sind, um nicht auf halber Strecke liegen zu bleiben. Doch diese Entscheidung stellt sich zum jetzigen Augenblick gar nicht; denn vielmehr sollte endlich mit Volldampf im zweiten Bauabschnitt weiter gearbeitet werden, weil sonst schon hier der Super-Gau eintritt, nämlich dann, wenn der Winter schneller kommt, als die Arbeiten fortschreiten. Dann bricht alles zusammen, und die Geschäfte können schließen.

Es war am 22. Oktober in der Presse zu lesen, dass „grünes Licht“ gegeben wurde für die Weiterarbeit im zweiten Bauabschnitt, aber bis zum 25. Oktober bewegte sich nichts auf der Baustelle. Eine Erklärung konnte auf Nachfrage nicht gegeben werden. So verrinnt die Zeit!

Es wird immer wieder betont, wie ernst die Sorgen und Nöte der Bürger genommen werden, aber man mag es nicht glauben, da die Taten, die dann folgen, oftmals etwas ganz anderes aussagen. Die Betroffenen in der Wasbeker Straße haben kein Verständnis mehr für den Ablauf der Baustelle.

Wichtig ist günstiges Parken



Zum Artikel „Verkehrsversuch soll Pause machen“, Courier vom 25. Oktober.

„Rinn in de Kartüffeln, rut ut de Kartüffeln“. Nun wird also der gleiche Fehler begangen wie schon vor Jahren bei dem kläglichen Versuch, den Kuhberg verkehrstechnisch zu reglementieren. Die unzähligen und unkoordinierten Baustellen im gesamten Stadtgebiet sind doch ursächlich für das Dilemma in der Innenstadt. Selbst als einheimischer Bürger weiß man ja oftmals nicht mehr, wo und wie man fahren muss, um von A nach B zu kommen. Der Verkehrsberuhigung auf dem Großflecken die Schuld am Umsatzrückgang zu geben, erscheint sinnarm und trifft, wenn überhaupt, nur zu einem Teil zu. Der Bürger, der den Großflecken ohne anzuhalten überquert, ist nicht der Kunde, der sein Geld in der Innenstadt lässt. Er ist nur zu faul oder hat andere Gründe/Ziele, den Großflecken zu meiden. Der Kunde, der in der City einkaufen will, akzeptiert durchaus eine verkehrsberuhigte Zone, die fußgänger- und fahrradfreundlich gestaltet ist (kein Hoppelpflaster). Dieser Kunde braucht keine freie Durchfahrt, sondern eine klare und sinnvolle Verkehrsführung und kostengünstige Parkmöglichkeiten! Mit der eventuellen Aussetzung und späteren Wiederbelebung des Verkehrsversuchs richtet man nicht nur ein großes Wirrwarr an, sondern macht sich lächerlich!

Keine Planwirtschaft



Zum Artikel „Die Linke will einen neuen Ring, kein ECE-Center“, Courier vom 26.Oktober

Lieber Herr Griese, die Holsten-Galerie wird gebaut. Die Ratsversammlung hatte diesem Bauvorhaben zugestimmt, und es sind bereits Verträge unterschrieben. Sie sollten sich mal über die Höhe der Vertragsstrafe kundig machen, aber das ist den Linken ja auch meist egal. Hauptsache andere, Steuerzahler wie ich, zahlen.

Wir haben freie Marktwirtschaft. Wenn sich die bisher ansässigen Betriebe in der Innenstadt nicht einmal über einheitliche Öffnungszeiten einig werden, geschweige denn darüber, dass ein richtiger Lebensmittelanbieter in der City ist, dann haben diese den Zahn der Zeit verpasst. Falls Karstadt bald schließen muss, wäre für das Gebäude, dies ist nicht bedauerlich, der Abriss vorgesehen. Dies ergäbe eine schöne freie Parkfläche und mehr Raum in Teichnähe für Veranstaltungen. So wird es kommen, Herr Griese, und nicht anders. Wir haben keine Planwirtschaft.

Die Bürger werden nicht beteiligt



Zum Artikel „Die Sparkasse schließt Filialen“, Courier vom 28. Oktober

Im Verwaltungsrat der Sparkasse Südholstein sitzen Politiker auch, um die Interessen der Bürger zu vertreten. Davon ist nichts zu merken. Die Interessen der Bank werden durchgewunken, die Bürger im Nachgang beteiligt. Der OB kündigt an, nun das Gespräch mit den drei Stadtteilbeiräten zu suchen. Kein Wort zu den Interessen der anderen betroffenen Kommunen und Bürger! Wenn so das Gespräch mit den Bürgern geführt wird, dann bleibt der Sumpf undurchsichtiger Entscheidungen zu Gunsten wirtschaftlicher Interessen auch künftig unverändert. Ist es denn so schwer, erst das Gespräch zu suchen und dann zu entscheiden?
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erstellt am 30.Okt.2013 | 00:33 Uhr

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