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Lokales

22. August 2017 | 04:02 Uhr

Hier wird die Inklusion verwirklicht

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

besuch CDU-Landtagsabgeordnete Barbara Ostmeier informierte sich auf dem Schäferhof in Appen

Abgeordnete kommen herum im Land. Termine sind das halbe Politikerleben. Pflicht oder Kür? Barbara Ostmeier, Abgeordnete des schleswig-holsteinischen Landtages für die CDU, empfand die jüngste Begegnung auf dem weitläufigen Gelände des Schäferhofes als einen Kür-Termin. Im Anschluss an einen Rundgang mit Rainer Adomat, geschäftsführender Vorstand der Trägerstiftung „Hamburger Arbeiterkolonie“, war sie voll des Lobes.

Der Schäferhof, das ist zunächst eine Einrichtung der stationären Wohnungslosenhilfe mit 40 Plätzen, die alleinstehenden Männern und Frauen, die sich in besonderen sozialen Schwierigkeiten befinden, unterstützende Hilfen zum Aufbau neuer Perspektiven für das eigene Leben bietet. Es handelt sich um eine Landesaufgabe gemäß des Sozialgesetzbuches 12. Für Barbara Ostmeier ist es wichtig, dass diese Aufgabe nicht, wie zuweilen angedacht, in den kommunalen Verantwortungsbereich übergeht, sondern beim Land verbleibt. Es handele sich um eine Kernaufgabe.

Weiter bietet der Schäferhof langzeitarbeitslosen Menschen Beratung und Unterstützung, zum Beispiel individuelle sozialpädagogische Einzelberatungen und Computerkurse.

Zwölf Plätze gibt es für chronisch mehrfach beeinträchtige, alkoholkranke Menschen, die stationäre Hilfe in Anspruch nehmen möchten. Diese Förderung fußt ebenfalls auf dem Sozialgesetzbuch 12.

Durchreisende Wohnungslose können in Pinneberg einen Platz in einer speziellen Notunterkunft erhalten. Der Schäferhof Appen sorgt dabei für hausmeisterliche und hauswirtschaftliche Unterstützung. Relativ unbekannt ist, dass am Schäferhof auch Holzarbeiten für den allgemeinen Gebrauch angefertigt werden. Zum Beispiel Nistkästen, Gartenhäuser und Gartenbänke. Der Bereich Beschäftigung ist als Zweckbetrieb anerkannt. Die Produkte werden an alle Interessierten verkauft. Auch der Mittagstisch steht externen Gästen offen. Es ist ratsam, sich für eine Teilnahme telefonisch unter (0  41  01) 50  06  42 anzumelden.

Ganz besonders gut angenommen wird das Hofcafé. Es ist Teil des von Barbara Ostmeier gelobten offenen Geländes. Erholungssuchende können in den Sommermonaten sonnabends und sonntags von jeweils 13 bis 18 Uhr einkehren. Bewohner des Schäferhofes, Maßnahmeteilnehmer genannt, sind im Service tätig. Adomat sagte, dass die gesellschaftlich geforderte Inklusion auf diese Weise realisiert werde. Und sie werde nicht auf Körperbehinderte beschränkt, sondern komme auch Menschen mit emotionalem Förderbedarf zugute.

Die Abgeordnete erfuhr von einem neuen Projekt in Planung, dem „Schäferhof Recycling plus“. Dabei sollen Baustoffe so aufgearbeitet werden, dass sie anschließend wieder verkauft werden können − ebenfalls an jedermann.

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erstellt am 22.Jun.2016 | 10:47 Uhr

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