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Glückstädter Fortuna

23. September 2017 | 16:52 Uhr

Stadtbücherei : Von der Bühne zum Bücherregal

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Kristina Preiß ist neue Leiterin der Stadtbücherei in Glückstadt. Die 54-Jährige will Leseförderung stärken und Bilderbuch-Kino ins Leben rufen.

von
erstellt am 02.Apr.2014 | 05:00 Uhr

Kristina Preiß hat viel vor. Die 54-Jährige ist die neue Leiterin der Stadtbücherei und die Ideen sprudeln nur so. Doch bevor es an die Umsetzung geht, will sie den Betrieb in der Bücherei erst einmal genau kennenlernen. Wichtig ist ihr auch, gemeinsame Projekte mit anderen umzusetzen. Am Herzen liegt ihr zudem die Kooperation mit den Schulen und den Kindergärten.

Kristina Preiß hatte bis vor kurzem zwei Berufe. Zum einen hat sie als Bibliothekarin in Norderstedt gearbeitet, zum anderen stand sie auf der Bühne. Sie sang Chansons und machte politisches Kabarett. „Das war schön“, sagt sie, besonders weil sie schon immer ein kreativer Mensch gewesen sei. Doch jetzt hat sie die Bühnenkarriere so gut wie beendet und ist nur noch Bibliothekarin. Das aber mit Leib und Seele. Denn für sie sei es eine neue Herausforderung, künftig in leitender Stellung kreativ zu werden.

Geboren wurde Kristina Preiß in Bremen, aufgewachsen ist sie in Pforzheim. Dort machte sie ihr Abitur und ein Praktikum in einer Bücherei. „Das hat mir so gut gefallen, dass ich geblieben bin. Ich habe es nie bereut. Bücherei ist etwas, was Spaß macht.“ Der Beruf sei so vielseitig und abwechslungsreich. „Ich habe immer mit Menschen zu tun.“ Es gehe nicht nur darum, mit Medien zu arbeiten, sondern diese und auch Informationen zugänglich zu machen. „Bei der Recherche zu helfen, ist ganz wichtig.“ Sie studierte in Hamburg und wusste schnell: „Ich bleibe im Norden.“ Vor allem Kindern den Zugang zu Büchern zu bieten, sei ihr sehr wichtig. Deshalb soll es viele Angebote zur Leseförderung geben, und auch die Zusammenarbeit mit Kindergärten soll verstärkt werden.

Eine Idee für künftige Aktionen ist das „Bilderbuch-Kino“. Die Texte und Bilder aus Kinderbüchern werden dabei abfotografiert und über einen Beamer an die Wand projiziert. „So bekommen sie einen spielerischen Zugang zu den Büchern.“

Die Kooperation mit den Schulen gäbe es schon über die Zweigstellen der Büchereien. „Ich möchte aber noch mehr Aktionen anbieten.“ Zudem will sie Schülern Angebote machen, wie sie richtig recherchieren können.

Ein weiteres Thema ist der „schnelle Zugriff“ auf Online-Medien. Sie plant, in der Stadtbücherei E-Books anzubieten. Außerdem sollte es möglich werden, über das Internet Bücher herunterzuladen. „Das Angebot haben viele Büchereien. Daran führt kein Weg vorbei.“ Nur müsse sie erst einmal das Finanzielle klären.

Sie selbst sei offen für Ideen und wünscht sich eine gute Zusammenarbeit mit Vereinen und Institutionen in Glückstadt und Umgebung. „Die Bücherei ist in lebendiger Ort.“ Und als solcher soll er in der Stadt integriert sein und am Kulturleben teilnehmen.

Was sie von ihrer Vorgängerin Heike Galonska übernommen hat, „ist ein top Bestand“. Die Bücherei sei sehr gut in Schuss, hatte sie schon festgestellt, als sie diese vor ihrer Bewerbung besucht hat. „Eine tolle Basis, das Niveau wollen wir beibehalten.“

Das einzige, was Kristina Preiß erschreckt: Dass die Nord-Osstsee-Bahn ab Dezember nicht mehr regelmäßig in Glückstadt halten soll. Denn sie fährt täglich von Altona nach Glückstadt und hat sich bisher über die gute Zugverbindung gefreut. „Das wäre furchtbar“, sagt sie zu den vom Land geplanten Streichungen der Bahnstopps. „Dann wird mein Arbeitsweg erheblich länger.“

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