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Feuerwehr : Übung in der Innenstadt – Wohnhaus brennt

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Glückstädter Feuerwehr simuliert Wohnungsbrand

Rolf Roloff wusste, was ihm gestern Abend kurz nach 18 Uhr blühte: Nachdem der Tischlermeister rußgeschwärzt und mit blutender Kopfwunde geschminkt worden war, brauchte er nur noch um Hilfe zu rufen. Augenblicke später traf schon die Feuerwehr am Haus in der Kleinen Danneddelstraße 1 ein. Dort piepten unüberhörbar die Rauchwarnmelder. Gleichzeitig gaukelte der dichte weißer Qualm einer Nebelmaschine eine schlimmere Lage vor.

„Bei dem über unsere Hinterhöfe ziehenden Qualm und den um Hilfe rufenden Menschen habe ich nur gedacht: Mein Gott“, sagte Nachbar Klaus Bornemann. Sichtlich erleichtert reagierte der Glückstädter, als er mitbekam, dass es sich nur um eine Übung handelt.

Die Einsatzleitung hatte Gruppenführer Niels Fares. Seine Befehle an die Mannschaft hallten durch die enge Innenstadtstraße. Dort fanden sich immer mehr Schaulustige ein. Während Feuerwehrfrau Veronika Westphal den inzwischen „geretteten“ Rolf Roloff betreute, kümmerten sich andere Einsatzkräfte um die am offenen Fenster im Obergeschoss des Hauses stehenden André Larisch und Jan Johannsen. Auch Roloff’s beide „Kinder“ waren sichtbar verletzt und mussten später von der Rotkreuzbereitschaft unter Leitung von Torben Mattson versorgt werden. Glückstadts stellvertretender Wehrführer Sven Ferk wurde vom Übungsszenario ebenso überrascht wie die Löschmannschaften selbst. Sie hatte ausnahmsweise um 18 Uhr ihren regulären Dienstabend begonnen, als die Leitstelle sie zur Kleinen Danneddelstraße schickte. „Wir haben auf eine Alarmierung per Funkwecker verzichtet, damit nicht womöglich noch wegen einer Übung jemand auf dem Weg zur Feuerwache einen Unfall baut“, erklärte Zugführer Wilko Westphal von der Feuerwehr. Er war über die Übung informiert und zeigte sich mit dem Verlauf rundherum zufrieden. Ausgearbeitet worden war der vermeintliche Gebäudebrand von Sven Tießen und Sven Kabel. Letztgenannter war nicht im Einsatz, weil er sich beim Feuer am Herzhorner Amtsgebäude verletzt hatte.

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