Aktionen in der Innenstadt : In Glückstadt dreht sich alles ums Fahrrad

Franziska Hoffmann bereitet ein Fahrrad für die Radwäsche vor.
Franziska Hoffmann bereitet ein Fahrrad für die Radwäsche vor.

Das Rad reinigen und codieren, danach Geschicklichkeit testen – diese Gelegenheit bot Glückstadt am Sonntag.

Avatar_shz von
05. Mai 2019, 17:10 Uhr

Glückstadt | Zahlreiche Radfahrer machten gestern Nachmittag einen Abstecher in die Glückstädter Innenstadt: Auf dem Marktplatz drehte sich am verkaufsoffenen Sonntag alles um das Thema Fahrrad.

Ein Highlight war dabei der Einsatz einer mobilen Fahrrad-Waschanlage. Diese ist eine neue Errungenschaft der Firma „Codrad“ am Kremper Rhin in der Blomeschen Wildnis. Die Fahrrad-Waschanlage unterscheidet sich kaum von der Waschstraße einer Tankstelle: Das Rad wird in einen gläsernen Kasten geschoben, nur Lenker und Sattel gucken oben heraus. Mit Schließen der Heckklappe beginnen die Bürsten ihre Arbeit und waschen das Rad 90 Sekunden lang von vorn nach hinten. „Grober Schmutz wird mittels Ultraschall gelöst und anschließend von den kleinen Autowaschbürsten abgetragen“, sagte Firmenvertreterin Franziska Hoffmann. Das Waschwasser bringen sie und Firmenchef Marc Heilmann von zu Hause mit. Einziger Unterschied zur Autowaschstraße: Die Räder verlassen nass die Anlage. „Ein Trocknungsprozess wäre nicht ökologisch. Deshalb wischen wir die Räder hinterher lieber mit einem bambusanteiligen Lappen trocken“, schilderte Hoffmann.

Einen Ansturm erlebt e Marc Heilmann bei der Codierungsaktion. Zunächst erfasst der 34-Jährige mittels PC die vom jeweiligen Radbesitzer in die Codierungskarte eingetragenen Daten und wandelt diese anschließend in eine verschlüsselte Eigentümer-Identifizierungs-Nummer um. Ein Codierungsgerät stanzt dann die Nummer in den Fahrradrahmen und ermöglicht damit der Polizei im Falle eines Diebstahls eine schnelle Identifizierung.

Nach Codierung und Säuberung nutzten viele Radfahrer die Gelegenheit, anschließend noch den Fahrrad-Parcours der Kreisverkehrswacht zu bewältigen. Dazu hatten Gerd Vollstedt und zwei Helfer auf der Marktplatzinnenfläche verschiedene Handicaps aufgebaut und Leitkegel aufgestellt. Nicht fehlen durfte beim Thema Fahrrad ein Stand der zur Norddeutschen Gesellschaft für Diakonie gehörenden Firma „Stroomrad“. Dort wurden Fahrräder, auch mit Elektroantrieb, ausgestellt.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen