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Gorch-Fock-Schule Kappeln Lernen seit fünf Jahrzehnten

Von dod | 21.09.2018, 18:33 Uhr

Kappelns Grundschulzentrum feiert ein ausgelassenes Fest zum runden Jubiläum.

In der Pausenhalle der Gorch-Fock-Schule war gestern kaum noch ein Durchkommen: Schüler, Eltern, Mitarbeiter und Freunde der Schule sowie geladene Gäste bahnten sich den Weg von den Tischen zum Büfett, in die Gänge, in Klassenzimmer oder über den Schulhof in die Sporthalle. Es war jede Menge los – und genauso hatten die Organisatoren es sich für das Geburtstagskind gewünscht. Gestern feierte die Gorch-Fock-Schule Kappeln / Habertwedt mit einem bunten Empfang und einem noch bunteren Tag der offenen Tür ihr 50-jähriges Bestehen.

„Unsere Schule ist wie ein großes Schiff, und alle fahren mit“, sangen die Schüler zur Begrüßung und erhielten stürmischen Applaus von Gästen, die auf Einladung von Schulleiterin Wiebke Christiansen-Hansen und ihrem Team gekommen waren. Auch sie begrüßte die vielen Anwesenden, darunter Schulrätin Gabriele Wiese, die Vorsitzende des Nahbereichschulverbands, Marta Kraft, Vertreter der Stadt, der Kirche, ehemalige Schulleiter und Freunde der Schule. „Ich habe auch Nils Brandt, den Kommandant der Gorch Fock, eingeladen, aber er musste kurzfristig absagen“, erklärte sie.

Marta Kraft – die „Hausherrin“ wie Christiansen-Hansen sie nannte – warf in ihrer Ansprache einen Blick in die bewegte Vergangenheit der Schule, erinnerte an Schulreform und den Versuch, Regionalschule zu werden. „Seit acht Jahren ist die Gorch-Fock-Schule nun Grundschulzentrum mit der Außenstelle Habertwedt.“ Aber Kraft machte auch Mut für die Zukunft. Die Zusammenarbeit im Nahbereichschulverband sei gut und solle so bleiben.

Gabriele Wiese lobte das Fest und die Arbeit die das große „multiprofessionelle Team“ hinter der Schulleiterin investiert hatte. Sven Becker, stellvertretender Bürgermeister in Kappeln, wünschte im Namen der Stadt alles Gute für die kommenden 50 Jahre. Die Pastoren Karsten Petersen, Jörg Jackisch und Nadja Jöhnk gratulierten und lobten das herzliche Miteinander – innerhalb der Schule, aber auch zwischen der Schule und ihren Partnern.

Lehrerin Ute Jackisch, federführend verantwortlich für die gelungene Festschrift, stellte den neuen Internetauftritt der Schule vor, der seit wenigen Tagen online ist.

Als einen der Höhepunkte kündigte die Schulleiterin ein plattdeutsches Theaterstück an: Einen „Öllernobend“ im Gründungsjahr der Schule 1968 stellten vorwiegend ehemalige Lehrer auf der Bühne nach. Dabei brachten sie Regisseurin und Darstellerin Elke Horn als „junge Lehrerin“ ganz schön in Verlegenheit, weil sie von dem ganzen „neemoodschen Kraam“, den die Pädagogik Ende der 60er-Jahre so hervorbrachte, gar nichts hielten.

Unterhaltsam waren auch die musikalischen Beiträge, die Malte Dallmeyer gemeinsam mit Elke Horn, Annika Andolfatto und den Schülern eingeübt hatte. Die Gitarren-AG zeigte ihr Können, und in einer weiteren Gesangseinlage wurde in „Eine Schule an zwei Orten“ – nach der Melodie von „Eine Insel mit zwei Bergen“ – textlich die ganze Einrichtung aufs Korn genommen.

„Eine Schule besteht aus so viel mehr als nur Lehrern“, erklärte Christiansen-Hansen und dankte noch einmal ihrem ganzen „Kompetenzteam“ für seine Arbeit. Auch für die zahlreichen und vielfältigen Geschenke sprach sie ihren Dank aus, bevor sie – gerade noch rechtzeitig nach dem rund 90-minütigen Empfang – alle Interessierten zum zweiten Höhepunkt des Nachmittags hereinbat: zum Tag der offenen Tür.