Oering im Kreis Segeberg : Gefahrguteinsatz bei der Aktion „Sauberes Schleswig-Holstein“

Spezialkräfte mit Atemschutz sicherten den Kanister mit weißem Pulver.

Spezialkräfte mit Atemschutz sicherten den Kanister mit weißem Pulver.

Beim Müllsammeln wurde verdächtiges Pulver gefunden. Die Feuerwehr rät: Finger weg von Kanistern, die man nicht kennt.

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17. März 2018, 18:18 Uhr

Bei der Aktion „Sauberes Schleswig-Holstein“ wurden am Sonnabend bei Müllsammel- und Reinigungsarbeiten zwei Kanister mit unbekannten Stoffen gefunden. Eines der Gebinde war als Frostschutzmittel beschrieben. Es rieselte ein weißes Pulver heraus.

Mit drei weiteren Helfern war Helmut Steenbock auf seinem historischen Traktor samt Anhänger unterwegs: „Wir haben das in der Feldmark an der Grenze zu Borstel, etwas abseits, gefunden. Dann hat man die Feuerwehr alarmiert. Nun wollen wir sehen was da drin ist. Das macht der ABC-Zug. Ich war ja nur der Fahrer. Man hat unsere Namen festgehalten. Hoffentlich ist das nix…“ Eines der Gebinde ist mit einem Aufkleber versehen. „Scheibenreiniger mit Frostschutz“ steht darauf, dies soll aber nicht enthalten sein, sondern ein anderer unbekannter Stoff in Form eines weißen Pulvers.

Einsatzleiter Torsten Harms: „Diese sind durch die Feuerwehr hier nicht zu identifizieren gewesen. Daher wurde die Gefahrguterkundung alarmiert. Es wäre besser gewesen, man hätte das Material nicht eingesammelt. Man hätte es liegenlassen sollen, wo es war und hätte dann die Feuerwehr gerufen. Wir wären dann dahin gefahren und hätten den Stoff dort gesichert. Noch wissen wir nicht, was es für ein Stoff ist. Die Analytische Task Force in Hamburg wird es prüfen und dann entscheiden wir, ob noch weitere Maßnahmen zu treffen sind.

Nach Angaben des Einsatzleiters gab es Menschen, die mit dem Pulver in Kontakt kamen. „Verletzungen liegen augenscheinlich noch nicht vor. Die Personen sind nicht ins Krankenhaus gekommen. Es gibt auch keine Symptome und kein Unwohlsein. Wir haben aber von allen beteiligten Personen die Namen aufschreiben lassen und für spätere Ermittlungen an die Polizei übergeben.“

Einsatzleiter Harms bittet eindringlich darum: „Man sollte nichts mitnehmen, was man nicht eindeutig identifizieren kann. Besonders dann nicht, wenn es sich um irgendwelche Kanister handelt, die Schadstoffsymbole oder ähnliches haben. Davon sollte man unbedingt die Finger lassen und die Feuerwehr hinzuziehen.“

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