Nach Wolfsrissen und Wolfsichtungen : Für ein wolffreies Eiderstedt: Bürgerinitiative wird gegründet

Auch in Dänemark bilden sich harte Fronten gegen die Wiederkehr des Wolfes. In einem Fall ist es bereits zur Eskalation gekommen.
Nicht nur auf Eiderstedt, auch in Dänemark bildeten sich zuletzt harte Fronten gegen die Wiederkehr des Wolfes.

Viele Menschen seien gegen die bestehende „Willkommen-Wolf“-Kultur, sagt Mitinitiator und Schafhalter Olaf Dircks.

shz.de von
14. September 2018, 12:15 Uhr

Tetenbüll | Etliche Menschen auf der Halbinsel Eiderstedt (Kreis Nordfriesland) haben Angst vor dem Wolf. Deshalb wollen sie am Freitagabend eine Bürgerinitiative für ein wolffreies Eiderstedt gründen. Erwartet werden auf der Veranstaltung in Tetenbüll (19.30 Uhr/Kirchspielkrug) mehr als hundert Menschen, wie der Schafhalter und Mitinitiator Olaf Dircks sagte.

Hintergrund sind die Wolfsrisse und Wolfsichtungen der vergangenen Wochen. „Alleine das Wissen, dass der Wolf nachts durch die Dörfer läuft, an die Höfe heran kommt, sehen die Menschen hier mit etwas Sorge. Es ist ja ein Raubtier, das sich frei bewegt.“

Weiterlesen: Zehn Jahre Wölfe in SH – Kein Land der Liebe für Isegrim

 

„Wir wollen nicht, dass der Wolf erschossen wird, sobald er Eiderstedt betritt“, sagte Dircks. Doch viele Menschen seien gegen die bestehende „Willkommen-Wolf“-Kultur. „Es reicht nicht, dass man den Schäfern Zäune zur Verfügung stellt, damit sie ihre Tiere einpferchen. Es müssen auch Regionen definiert werden, in die der Wolf aus bestimmten Gründen nicht passt“, erklärte Dircks. Zuvor hatte der NDR darüber berichtet.

Weiterlesen: Acht Wolfswelpen in Westjütland – Jäger fordert Schusserlaubnis

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen