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Lokales

14. Dezember 2017 | 20:16 Uhr

Freude und Leid – dicht beieinander

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Zum Entwurf der Windvorrangflächen

von
erstellt am 07.Dez.2016 | 09:50 Uhr

Nun sind die Flächen bekannt, wo sich die Landesregierung nach umfangreicher Suche Windkraftanlagen vorstellen kann. Wieso sie dabei auch Anlagen in den Tourismusregionen an der Eckernförder Bucht zulassen wollen, das ist für viele Bürgermeister der betroffenen Gemeinden unverständlich. Gerade die weite Sichtbarkeit der Räder an den Ufern der Bucht wird das Gesamtbild stark verändern. Bereits jetzt engen die Windmühlen in Holtsee und in Loose den Blick stark ein. Die Einen werden sich über die zusätzlichen Flächen für Windkraft freuen, versprechen doch die Windkraftanlagen satte Gewinne – allerdings nur für wenige. Sehr viel mehr Bürger werden künftig auf die riesigen Räder schauen, ihre Schallwellen spüren und die dumpfen Flügelschläge der Räder hören. Sie werden vermutlich den Wertverlust ihrer Immobilien bemerken und möglicherweise auch weniger Urlaubsgäste beherbergen. Auf jeden Fall werden sie über ihre Stromrechnung an den Kosten der regenerativen Energie beteiligt. Klar, Atomkraft will keiner und Wind ist vermutlich eine Alternative – aber warum gelten bundesweit verschiedene Kriterien für die Abstände der Anlagen zur Bebauung? Vor dem Gesetz sind doch alle Bürger gleich, das müsse doch dann auch für ihren Schutz gelten? Unbeeindruckt davon plant Schleswig-Holstein munter den Bau weiterer Windkraftanlagen, während der Abtransport des erzeugten Stroms an der Landesgrenze stoppt. Vielleicht ist die Idee gut, den Ausbau der Windkraftanlagen erst dann zu starten, wenn wenigstens der erzeugte Strom zu den Verbrauchern geführt werden kann.

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