Musik in Flensburg : Zwillinge als Solisten beim Lions-Konzert

In Flensburg aufgewachsen: Pay Bandik (li.) und Melf Torge Nonn.
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In Flensburg aufgewachsen: Pay Bandik (li.) und Melf Torge Nonn.

Pay Bandik und Melf Torge Nonn an Kontrabass und Klarinette – und auch die Sopranistin Anna Herbst ist am 18. März dabei

shz.de von
09. Januar 2018, 07:00 Uhr

Viel Lokalkolorit beim 35. Lions-Konzert. Und etwas Besonderes in vielerlei Hinsicht: Zwei Solokonzerte an einem Abend, für Kontrabass und Klarinette, die Solisten kommen beide aus Flensburg und sie sind auch noch eineiige Zwillinge.

Pay Bandik Nonn und Melf Torge Nonn wurden am 7. Februar 1995 in Hamburg geboren und sind im Norden Flensburgs aufgewachsen. Sie besuchten die Grundschule Ramsharde und danach die Auguste-Viktoria-Schule mit abschließendem Abitur im Jahre 2014. Ihren musikalischen Weg begannen die beiden in zartem Kindesalter mit gemeinsamen Klavierunterricht, mit neun Jahren begannen sie, ihre Hauptinstrumente Kontrabass und Klarinette an der Musikschule Flensburg zu erlernen.

Das Musizieren mit der Gruppe „Die Landstreicher“ brachte sie auf den Geschmack der Folkmusik. Einige Bekanntheit verschafften ihnen die Auftritte als Duo PaBaMeTo. Die klassische musikalische Ausbildung blieb jedoch stets im Mittelpunkt und führte sie dorthin, wo sie heute stehen: Pay Bandik Nonn studiert Kontrabass an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg im 7. Semester. Er hat bereits in verschiedenen Orchestern mitgewirkt wie dem Hamburger Ensemble Resonanz, dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg und war auch mehrfach in seiner Heimatstadt tätig – beim Orchester des Landestheaters Schleswig-Holstein. Den Kontrabass als Soloinstrument vor einem Orchester bekommt man in den Konzertsälen nur sehr selten zu hören. Daher ist die Aufführung des energetischen Kontrabasskonzertes von Serge Koussevitzky, op 3 – Auftakt des Konzertabends – für Pay Bandik eine ganz besonders erfüllende Herausforderung.

Melf Torge Nonn studiert wie sein Bruder im 7. Semester Musik – mit dem Ziel des Gymnasialen Lehramtes. An der Musikhochschule Lübeck belegt er den Studiengang Bachelor of Arts „Musik Vermitteln“ mit dem Hauptinstrument Klarinette. Melf Torge spielte über mehrere Jahre im Landesjugendorchester. Heute ist er mit einer Ausbildung in Klarinette, Saxophon, Klavier, Gesang, der Jazz- sowie der klassischen Musiklehre ein breit aufgestellter Musiker. Er wird Solist sein bei Mozarts berühmtem Klarinettenkonzert A-Dur.

Nach der Pause gibt Felix Mendelssohn-Batholdy den Ton an – mit dem Psalm 100: Jauchzet dem Herrn, alle Welt, für vierstimmigen Chor sowie dem Psalm 42: Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser, für Solosopran, Chor und Orchester. Den Solopart bestreitet dabei Anna Herbst, die seit ihrem siebten Lebensjahr singt. 2010 schloss sie ihre Ausbildung an der Hochschule für Musik und Tanz Köln mit den Diplomen in Künstlerischer Ausbildung (Opern- und Konzertgesang) und Gesangspädagogik ab. Anna Herbst war Stipendiatin der Yehudi Menuhin Stiftung und Preisträgerin beim Bundeswettbewerb Gesang auf Landesebene.

Das Lions-Konzert am Sonntag, 18. März, beginnt um 19.30 Uhr im Deutschen Haus. Wie immer wird die Bühne mit Mitwirkenden reich besetzt sein. Die stimmgewaltige Gemeinschaft aus Benefiz-Chor Flensburg, Concert-Chor Concordia Hürth und Vocalensemble Hässleholm (Schweden) umfasst 140 Köpfe, dazu musiziert das Collegium musicum am Alten Gymnasium, die Gesamtleitung obliegt dem bewährten Dirigat von Christian Letschert-Larsson.

Man erwartet auch in diesem Jahr 1000 Zuhörer im Deutschen Haus, die etwa 10 000 Euro in die Kasse spülen werden. Das eingespielte Geld kommt nicht nur Kindern in Flensburg und Umgebung zugute, wie schon der Kita Neustadt, in Form von Rollstühlen für Rollhockey, oder über die Kinderclowns der Diako. Unterstützt wurde auch die Musikwoche Scheersberg oder die deutsch-skandinavischen Musikwochen.

„Die Bandbreite unserer Hilfsaktionen ist groß“, sagt der amtierende Präsident des Lions-Club Schiffbrücke, Thorsten Prümm, der ein Grußwort sprechen wird. So konnte von dem Service-Club bereits eine Ganztagskraft im Hospiz finanziert werden und eine Ausbildung auf der Museumswerft.


Vvk.: sh:z-Ticketcenter/eventim.de


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