ESGRUS/STEINBERG : Zwei tote Schafe und ein böser Verdacht

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Der Schäfer vermutet, dass freilaufende Hunde die Schafe getötet haben.

shz.de von
25. Januar 2018, 14:30 Uhr

Es war ein trauriger Moment als Johannes Hobe aus Brunsholm zur allwöchentlichen Inspektion seiner Schafherde bei Ohrfeldhaff kam. Hier, wo im Nahbereich der Mündung der Lippingau in die Ostsee auf einer rund zehn Hektar großen Grünfläche bislang 19 etwa einjährige Texelschafe weideten, herrschte Angst. „Meine sonst zutraulichen Tiere, liefen vor mir weg.“ Der 51-jährige Schäfer zählte nach: Zwei Jungtiere fehlten. Er fand sie in zwei Gräben, Vorfluter der Lippingau. Dort lagen die Kadaver der vermissten Tiere im Wasser.

Verletzungen – etwa in Form von Bisswunden – waren nicht zu erkennen. Dennoch ist sich Hobe sicher: Das waren freilaufende Hunde. Schon häufiger habe er beobachtet, dass Wanderer auf dem Küstenweg von Gelting-Mole über Ohrfeldhaff in Richtung Habernis Hunde ohne Leine auf das Weidegelände lassen. Sie sollen sich dort wohl ordentlich austoben können. „Dazu haben manche Halter sogar den Stacheldraht unten am Zaun ein Stück weggedrückt, damit sich die Hunde nicht verletzen, ehe sie losrennen.“ So, glaubt Hobe, sei es Anfang der Woche gewesen. Es habe eine wilde Hundehatz auf die Schafe gegeben. „Meine Tiere ergriffen die Flucht, und zwei von ihnen stürzten dann in die Gräben.“

Die Kadaver der jungen Schafe wurden zur Abdeckerei nach Jagel gebracht. Für den Schäfer bedeutet das einen Verlust von rund 400 Euro. Hobe hat nun Angst davor, dass sich solch traurige Fälle wiederholen. Mit Steinbergs Bürgermeister Gerhard Geißler hat er Kontakt aufgenommen und ihn gebeten, einen Leinenzwang für Hunde ausschildern zu lassen.

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