Schiffbau in Flensburg : Zwei neue Aufträge für die Werft

Die nächste Generation: 212 Meter lang werden die beiden neuen Fähren für „Down Under“; sie haben 284 Kabinen und Platz für 2000 Passagiere.
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Die nächste Generation: 212 Meter lang werden die beiden neuen Fähren für „Down Under“; sie haben 284 Kabinen und Platz für 2000 Passagiere.

Reederei TT-Line bestellt zwei Fähren für die Strecke Australien – Tasmanien / Fertigstellung für 2021 geplant

shz.de von
11. Januar 2018, 06:22 Uhr

2018 läuft für die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (FSG): Vor exakt einer Woche überraschten die Schiffbauer mit der Meldung über die Bestellung des größten Schiffes, das je auf der Werft gebaut wurde. Jetzt kommt eine weitere erfreuliche Nachricht, diesmal vom anderen Ende der Welt. „Die TT-Line Company Pty Ltd, Tasmanien, und die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft GmbH & Co. KG (FSG) haben eine Absichtserklärung für den Bau von zwei neuen Schiffen unterzeichnet“, teilte FSG-Chef Rüdiger Fuchs gestern morgen mit. Sie sollen die derzeitigen „Spirit of Tasmania“-Schiffe ersetzen. Laut TT-Line-Chef Mike Grainger würden die Unternehmen jetzt Vertragsverhandlungen aufnehmen. „Die FSG wurde vom Aufsichtsrat bestätigt, nachdem das Unternehmen eine Reihe von internationalen Werften in die engere Auswahl genommen hatte, um die neuen maßgeschneiderten Schiffe zu bauen“, sagte Grainger.

Die verbindliche Bestellung der Schiffe ist demnach für die erste Jahreshälfte geplant. Sie sollen rechtzeitig geliefert werden, damit TT Line 2021 den Betrieb auf der Bass Strait zwischen Australien und Tasmanien beginnen kann.

„Der TT-Line-Aufsichtsrat und die Geschäftsführung des Unternehmens arbeiteten eng mit der tasmanischen Regierung bei der Flottenerneuerung zusammen, insbesondere mit Infrastrukturminister Rene Hidding sowie Premierminister Will Hodgman und Finanzminister Peter Gutwein“, heißt es in einer FSG-Mitteilung.

Derzeit werden große Passagierfähren für Irish Ferries und Brittany Ferries sowie RoRo-Schiffe für die norwegische Siem-Gruppe, Eignerin der Werft, gebaut. Das Unternehmen hat in letzter Zeit auch RoPax-Fähren für die Reedereien BC Ferries, Kanada, und die Caledonian MacBrayne, Schottland, entworfen und gebaut.

Wie berichtet, hat die FSG eine wirtschaftlich sehr schwierige Phase überstanden, in der sie mit dem Bau von Spezialschiffen womöglich auf das falsche Pferd gesetzt und viel Lehrgeld gezahlt hatte.

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