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Bahnhofstraße Flensburg : Zwei Männer und ihre Pläne für das Post-Gelände

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Nach 25 Jahren ist der Zeitpunkt gekommen, da sie das Areal im großen Stil verändern und bebauen wollen.

shz.de von
erstellt am 17.Jul.2017 | 16:21 Uhr

Sie haben Großes vor am Bahnhof: Ralf Hansen und Jan Duschkewitz sind seit 25 Jahren zusammen im Immobiliengeschäft tätig – allerdings eher nebenberuflich. Letzterer ist Unternehmer im Bereich Handwerk und Dienstleistungen, ersterer Steuer- und Wirtschaftsberater. Vor ungefähr 25 Jahren erwarben sie Gebäude und Grundstück der Post an der Bahnhofstraße. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, da sie das Areal im großen Stil verändern und bebauen können und wollen – im Rahmen der städtebaulichen Großprojektes Bahnhofsumfeld.

Das vielleicht Wichtigste zuerst: Post und Postbank bleiben, das Gebäude auch. Im Gespräch ist eine mögliche Aufstockung, auch benötigt die Post wohl nicht mehr alle Räume in dem Haus. Im Einvernehmen mit der Stadt wollen sie auf dem schmalen, ansteigenden Gelände (Bildmitte, zwischen Carlisle-Park und Brauerei) mehrere Ziele erreichen. An diesem Abschnitt der Bahnhofstraße soll eine Blockrandbebauung entstehen. Dies vermittelt nicht zuletzt Fußgängern zwischen Innenstadt und Bahnhof den Eindruck einer belebten Straße: Der Bahnhof rückt „gefühlt“ näher an die Stadt heran.

Deshalb plant das Duo im südlichen, dem Bahnhof am nächsten liegenden Teil ein Hotel. Betreiber werde eine renommierte, international agierende Hotelgruppe sein. Das Hotel mit 156 Zimmern werde im Bereich Drei Sterne plus angesiedelt sein und eine Tiefgarage erhalten. Reisebusse sollen die Möglichkeit erhalten, direkt vor dem Hotel zu halten.

Zweiter wichtiger Baustein ist ein Parkhaus. Auch hier führe man gute Gespräche mit einem Betreiber. Damit soll der ständige Parkdruck vom Bahnhofsbereich genommen werden. Hotel und Parkhaus sollen eine gemeinsame, doppelte Einfahrt von der Bahnhofstraße erhalten.

Dritter Baustein ist ein Baukörper direkt nördlich des heutigen Post-Gebäudes; ein moderner Glasbau soll beide miteinander verbinden. Der kleine Parkplatz müsse dafür weichen, der große hinter dem Posthaus bleibe.

In diesem Neubau seien ein kleiner Nahversorger (auf rund 800 Quadratmetern) und einige Wohnungen geplant. Hansen und Duschkewitz gehen von einer viergeschossigen Bebauung auf dem Grundstück aus. Ein weiteres Ziel ist eine fußläufige Verbindung von der Schleswiger Straße hinunter zur Bahnhofstraße.

Doch Duschkewitz und Hansen führen noch mehr im Schilde: Sie wollen ein Flensburger Bahnhofsviertel mit einem eigenen Image schaffen. „Das ganze Gebiet muss gemeinsam wachsen“, sagt Duschkewitz, der einen Sanitär- und Elektrobetrieb und einen Objektservice unter einem gemeinsamen Dach führt. „Wir wollen dem Bahnhofsviertel ein Gesicht geben“, sagt Ralf Hansen, der Gesellschafter bei HPO Wirtschaftspartner ist, in seinem Berufsleben jedoch immer auch mit Immobilien zu tun hatte. Einen Schriftzug für das neue alte Flensburger Quartier haben sie schon mal, demnächst soll ein Internetauftritt ans Netz gehen.

Die beiden Unternehmer stehen in den Startlöchern. Mit der Gesamtplanung haben sie die Flensburger IGA-Haus (Sonwik) beauftragt. Vor wenigen Tagen hat der Umwelt- und Planungsausschuss beschlossen, einen Bebauungsplan aufzustellen. Bis alle Pläne ausgearbeitet, präzisiert und genehmigt sind, werde bis zum ersten Spatenstich ein Jahr vergehen, schätzen Duschkewitz und Hansen.

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