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Vertragsunterzeichnung : Zwei Gasnetzbetreiber für Harrislee

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Gemeinde vergibt Gasnetz zum zweiten Mal an die Stadtwerke Flensburg und die Schleswig-Holstein Netz AG.

shz.de von
erstellt am 18.Feb.2014 | 10:30 Uhr

Erneut setzt die Gemeinde Harrislee auf zwei Gasnetzbetreiber. Nach 20 Jahren Zuständigkeit der Stadtwerke Flensburg und der Schleswig-Holstein Netz AG vergab die Kommune die Konzession ein zweites Mal an die beiden Unternehmen. Gestern unterzeichnete Bürgermeister Martin Ellermann mit Maik Render, Geschäftsführer der Stadtwerke Flensburg, und Markus Echt, Leiter Geschäftsfeldentwicklung der Schleswig-Holstein Netz AG, den Vertrag im Bürgerhaus.

Während die Stadtwerke Flensburg weiterhin das Wegenutzungsrecht östlich des Ochsenwegs und damit im Ort selbst haben, hält die Schleswig-Holstein Netz AG (eine Tochter der Eon Hanse AG) das Nutzungsrecht westlich des Ochsenwegs und damit hauptsächlich für das Gasnetz (Erdgas) im Gewerbegebiet Am Oxer. Nach Angabe von Echt sind es 60 Betriebe und Haushalte.

Die Zahl der Haushalte, die in Harrislee Fernwärme beziehen, konnten die Stadtwerke Flensburg nicht nennen. Sie teilten aber die Anzahl der sogenannten Anlagen – der Grundstücksanschlüsse – mit. Waren es 2008 noch 1865 Anschlüsse, zählte das Unternehmen vier Jahre später 1938 Anlagen. „Dahinter liegen deutlich mehr Haushalte“, merkte Peer Holdensen, Sprecher der Stadtwerke, erklärend an.

Nach einem komplizierten Vorauswahlverfahren, das veränderten Bedingungen seitens der Rechtssprechung geschuldet sei, habe sich die Gemeindevertretung für die bisherige Vergabe an beide Netzbetreiber entschieden, wie Bürgermeister Ellermann erklärte. Der Hauptausschuss hatte die aus Gemeindesicht wesentlichen Auswahlkriterien festgelegt. Die rechtliche Grundlage gebe das Energiewirtschaftsgesetz vor. Ihren Entschluss, die Zweiteilung beizubehalten, fasste die Gemeindevertretung am 13. Dezember. Der Konzessionsvertrag läuft bis maximal 2033. Im Gegensatz zu den Stadtwerken hatte sich die Schleswig-Holstein Netz AG für das gesamte Netz beworben. Warum die bisherige Aufteilung beibehalten worden war, ließen alle Beteiligten offen.

 

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