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Entscheidung : Zwei Bürgermeister müssen reichen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Hauptausschuss beschließt einstimmig, auf die Wahl eines zusätzlichen Vertreters des Oberbürgermeisters zu verzichten

shz.de von
erstellt am 20.Dez.2013 | 10:00 Uhr

Die Stadt muss ohne einen zweiten Stellvertreter des Oberbürgermeisters weiter existieren. Und Ratsherr Thomas Dethleffsen (CDU) wird nicht in die Situation kommen, in der er bei Abwesenheit beider hauptamtlicher Bürgermeister weit reichende Entscheidungen treffen und wichtige Unterschriften leisten muss. Damit ist die bisweilen sehr emotional geführte Diskussion um einen möglichen dritten Bürgermeister für Flensburg rechtzeitig vor den Weihnachtsferien beendet.

Der Hauptausschuss beschloss auf seiner jüngsten Sitzung einstimmig, „auf die von der Verwaltung vorgeschlagene Wahl eines 2. stellvertretenden Bürgermeisters zu verzichten“. Der Zusatz „aus der Mitte des Rates“ wurde gestrichen, so dass auch niemand aus der Verwaltung zum Bürgermeister gewählt wird. Zur Erinnerung: Die Stadt hat erst in der jüngsten Vergangenheit die Stelle des Zweiten Bürgermeisters nicht zuletzt aus Kostengründen gestrichen; seitdem bilden Oberbürgermeister Simon Faber und Bürgermeister Henning Brüggemann die hauptamtliche Doppelspitze in der Flensburger Verwaltung.

Ende November hatte die Verwaltung einen Großteil der Ratsversammlung mit dem Antrag überrascht, Thomas Dethleffsen zum ehrenamtlichen Bürgermeister zu wählen. Heftige Proteste vor allem seitens der SPD und der WiF waren die Folge, woraufhin das Thema von der Tagesordnung der Ratsversammlung genommen wurde. Deutlich ruhiger und sachlicher wurde jetzt im Hauptausschuss diskutiert – für CDU-Fraktionschef Frank Markus Döring viel zu lange: „Es ist Blödsinn, so lange darüber zu reden. Wir verschwenden unsere Zeit. Das kommt in hundert Jahren nicht vor.“ Damit meinte er einen Fall, in dem der OB und sein Vertreter (und niemand anders) eine schnelle und dringende Entscheidung treffen muss und beide nicht zu greifen sind. Faber wies daraufhin, dass sowohl er als auch Brüggemann für solche Fälle auch im Urlaub – sofern vor Ort – oder in Elternzeit – wie jetzt Brüggemann – zur Verfügung stehen. „Wir müssten schon beide gleichzeitig ins Koma fallen“, sagte er.

Beschlossen wurde auch, dass die Stadt die Möglichkeit prüft, ob heutige oder künftige Fachbereichsleiter zu hauptamtlichen Stadträten und damit zu möglichen OB-Vertretern „befördert“ werden könnten. Dies werde mit zusätzlichen Kosten für die Stadt verbunden sein, machte Faber deutlich. Fallen gelassen wurde die Idee, Repräsentationsaufgaben auf die Stadtpräsidentin und ihre Vertreter zu verlagern.

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