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Serie: Wo Flesburg wächst : Zuwachs für den Stadtteil Mürwik

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Mehrere Bauvorhaben prägen die Fördestraße

In den kommenden Wochen zeigt das Flensburger Tageblatt, wie und wo sich Flensburg sowie Harrislee und Glücksburg derzeit am deutlichsten verändern. Dafür benutzen wir Fotos, die Mitarbeiter des sh:z-Videoteams mit Hilfe moderner Drohnen gemacht haben. Sie ermöglichen neue Perspektiven aus geringer Flughöhe, die aus Flugzeugen nicht möglich sind. Den Beginn macht heute die Fördestraße in Mürwik. Am Mittwoch: Einkaufszentrum Werftstraße und Skatepark Schlachthof.

 

Mürwik ist nicht nur der bevölkerungsreichste Stadtteil Flensburgs. Hier im Osten der Stadt weht derzeit der „Wind of Change“ besonders kräftig. Auffälligstes Beispiel ist das Wohnbauprojekt „Alte Gärtnerei“ zwischen Fördestraße, Kiefernweg, Rabenslücke und Osterkoppel. Ein privater Investor baut hier fast 200 Wohnungen, die ersten wurden Weihnachten 2016 bezogen.

Schräg gegenüber an der Einmündung der Solitüder Straße hat die Gewoba Nord ein kleines Grundstück erworben und freigeräumt, um hier ab kommendem Jahr eine Art Doppelhaus mit insgesamt 22 Wohnungen zu errichten. Kleinere Wohnbauvorhaben in der Nachbarschaft ergänzen das Angebot in geringer Entfernung zur Förde. Rund um den Twedter Plack wurde in den zurückliegenden Jahren zunächst der Sky-Markt komplett neu gebaut, später zogen Edeka und Aldi nach; hier stehen noch Restarbeiten im neuen Geschäftshaus an der Fördestraße an. Parallel hat die Stadt den Busknotenpunkt am Plack und die Radwege erneuert.

Etwas weiter stadteinwärts wurden kürzlich vier Häuser mit Mietwohnungen auf einem früheren Bundeswehr-Grundstück fertig gestellt. Direkt nebenan prägt das sh:z-Medienhaus seit März 2013 diesen Teil der Fördestraße.

Die Investoren der Alten Gärtnerei sind zufrieden mit dem Bauverlauf und der Vermarktung. Im ersten Bauabschnitt wartet nur noch das großzügige Penthouse auf seine ersten Bewohner. Das zweite Haus soll Ende des Jahres fertig sein, das gesamte Projekt 2019. Die Käufer der Wohnungen kämen überwiegend aus der Region oder hätten eine Affinität zum Raum Flensburg, berichtet Ralf Söhrnsen von der Bauherrenfirma. 60 Prozent der Käufer wohnen selbst in der neu erworbenen Wohnung, 40 Prozent vermieten sie, so Söhrnsens Schätzung. Geparkt wird in einer Tiefgarage, so dass die Flächen zwischen den Häusern autofrei bleiben. Das gesamte Areal werde von einem Grüngürtel aus bestehenden oder noch zu pflanzenden Bäumen umgeben.

Doch wo sich eine Stadt oder ein Stadtteil nachhaltig verändert, gibt es oft auch Frust, Ärger und Probleme. Nachbarn der „Alten Gärtnerei“ haben sich lange und intensiv gegen das aus ihrer Sicht zu große Bauprojekt gewehrt. Auf der jüngsten Sitzung des Mürwiker Forums wurde gefragt, wie man denn auf dem sehr kleinen, bisher unbebauten Grundstück Fördestraße/Solitüder Straße 22 Wohnungen unterbringen will. Die Antwort kann nur sein: indem man hoch baut, so wie derzeit vermehrt an vielen Stellen in der Stadt. Das Bauprojekt an der Fördestraße (gegenüber Twedter Mark) hat einen viele Jahre existierenden Weg vom Heinz-Krey-Hof zur Fördestraße abgeriegelt (wir berichteten); das Forum Mürwik hat sich in dieser Sache sogar an die Oberbürgermeisterin gewandt. Mehrere Bürger waren deswegen zur jüngsten Sitzung des Forums gekommen.

Auch die Neuerungen rund um den Plack haben für Unmut gesorgt, unter anderem bei gewerblichen Anliegern des Marrensdamms, die ein Überangebot an gewerblichen Flächen befürchten. Aus der Kommunalpolitik kam der Vorwurf, mit dem noch ausstehenden Bauvorhaben an der Straße Friedheim werde die gerade erst geöffnete Sicht- und Laufachse zwischen Plack/Marrensdamm und dem stark frequentierten Doppelmarkt Aldi/Edeka wieder zugebaut.

Ein weiteres Thema, das im Bürgerforum diskutiert wurde, ist die zunehmende Verwilderung des Landschaftsparks Twedter Park, wo das Gras bis zu 1,5 Meter hoch wachse. Hier sieht das Forum Mürwik die Stadt und das Technische Betriebszentrum (TBZ) in der Pflicht, will aber auch selbst aktiv werden.

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erstellt am 11.Jun.2017 | 17:44 Uhr

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