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Einzelhandel in Flensburg-Mürwik : Zuwachs für das Zentrum am Plack

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Am Twedter Plack in Flensburg entsteht Einzelhandel auf knapp 800 Quadratmetern. Der Mieter steht noch nicht fest. Anfang Juli sollen alle 184 Stellplätze zur Verfügung stehen.

shz.de von
erstellt am 11.Jan.2016 | 10:56 Uhr

Flensburg | Er wächst und gedeiht. Der Neubau auf dem Gelände des ehemaligen Aldi-Marktes an der Fördestraße soll spätestens Anfang Juli eröffnet werden. Auch wenn derzeit wetterbedingt Stillstand auf der Baustelle herrscht, hofft Christoph Holt, Geschäftsführer des zuständigen Planungsbüros Holt & Nicolaisen („Klarschiff“, Ballastkai 1), im Zeitplan bleiben zu können.

Das Gebäude wird sich um fünf Meter länger nach hinten hinaus erstrecken, auch wenn die Verkaufsfläche mit 785 Quadratmetern gleich bleibt. Die Grundfläche des gesamten Komplexes beträgt 1100 Quadratmeter. Verwendet wird heller Verblendstein, damit die farbliche Harmonie mit den Nachbarbauten sichtbar wird. „Ob dort ein oder mehrere Nutzer einziehen werden, ist noch nicht geklärt, derzeit laufen entsprechende Gespräche“, sagte Holt. Konzipiert sei das mit großen Fensterflächen und drei Satteldächern versehene Gebäude, das zwei Vollgeschosse (je 300 Quadratmeter) und ein Dachgeschoss (etwa 240 Quadratmeter) beherbergt, derart, dass maximal drei Einheiten im Bereich Einzelhandel entstehen könnten. Wie das Bauschild verrät, bilden drei Giebel die Front zur Fördestraße hin. In den oberen Geschossen sollen Büro- und Praxisflächen vermietet werden, Wohnungen sind bauordnungsrechtlich nicht zulässig.

Zuwachs um fünf Meter: Im hinteren Teil bleibt der Neubaukomplex eingeschossig, vorn ist er deutlich höher und erhält drei Giebel.
Zuwachs um fünf Meter: Im hinteren Teil bleibt der Neubaukomplex eingeschossig, vorn ist er deutlich höher und erhält drei Giebel. Foto: Dommasch

Derzeit muss man – das ist besonders bei hoher Kundenfrequenz im Einkaufszentrum zu beobachten – einen Stellplatz lange suchen. „Es herrscht dann ein gewisser Parkdruck“, räumt Christoph Holt ein. Denn ein Viertel der Gesamtparkfläche wird durch die Bautätigkeit in Beschlag genommen. Doch bis zur Fertigstellung wird auch dieses Areal komplett saniert sein. Insgesamt werden dann 184 Stellplätze zur Verfügung stehen.

Der Bereich zwischen Friedheim und Fördestraße, in dem die Reihenhäuser abgerissen wurden, befindet sich noch in der Phase des Bauleitplanverfahrens. Im Spätsommer letzten Jahres gab es dazu eine Bürgeranhörung. Die Architekten haben dafür einige Zeichnungen für einen dreigliedrigen Baukörper entworfen, der die architektonische Formensprache der umliegenden Bebauung aufgreift. „Das Konzept ist jedoch noch nicht spruchreif “, betont Holt.

Fest steht: Es wird eine gewerbliche Nutzung geben, aber keinen Einzelhandel. Und: Das Eckgebäude bleibt erhalten. Das Planungsbüro strebt dort eine hohe Aufenthaltsqualität an – mit Sitzmöbeln und viel Grün. Auch ein gastronomisches Angebot ist angedacht.

In Höhe des jetzigen Zebrastreifens am Friedheim soll es einen direkten Durchgang zum Einkaufszentrum geben, das gern auch als Stadtteilzentrum bezeichnet wird. Wenn auch dieser Begriff etwas irreführend ist, so bleibt die Tatsache, dass die Vollendung der Baumaßnahme eine Aufwertung des gesamten Wohnquartiers mit sich bringen wird. „Der Bauherr will sich bewusst im Hintergrund halten“, beantwortet Christoph Holt die Frage nach dem Investor – und hofft auf einen Baubeginn Ende Juni 2016. „Doch das“, sagt er, „liegt im Ermessen der Politik.“

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