zur Navigation springen

Beratungsstellen : Zurück ins Berufsleben: Hilfe für Frauen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Frau & Beruf bietet seit 25 Jahren Beratungen in Flensburg an. Die Förderung wird weiterhin durch die Europäische Union und das Land Schleswig-Holstein garantiert.

shz.de von
erstellt am 28.Mär.2015 | 15:30 Uhr

Flensburg | Frauen auf ihrem Weg ins Berufsleben zu beraten – dieses Ziel verfolgt Frau & Beruf nun bereits seit 25 Jahren. Und das musste natürlich gefeiert werden. In den Räumlichkeiten in der Roten Straße tummelten sich zahlreiche Gäste, unter ihnen DGB-Regionssekretärin Perke Heldt, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Flensburg Susanne Uhl und Sabine Hübner, Abteilungsleiterin im Wirtschaftsministerium. Überall standen kleine Gruppen zusammen und unterhielten sich über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von Frau & Beruf.

Doch nicht nur das Jubiläum, sondern auch das Fortbestehen von Frau & Beruf wurde gefeiert, denn die Beratungsstelle wird weiterhin von der EU und vom Land gefördert. Die Beratungsstellen decken ein flächendeckendes Netz ab: Nordfriesland, Flensburg und Schleswig-Flensburg sind als ein Ganzes zusammengefasst. An insgesamt 22 Orten beantworten die Mitarbeiterinnen Frauen Fragen rund um das Thema Arbeitsleben. Träger ist der Verein zur Förderung grenzüberschreitender Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik.

Begonnen hatte alles Ende der 1980er Jahre. In Hessen gab es eine Art Modellprojekt, das in Nordfriesland adoptiert wurde. Die damalige Beratung richtete sich jedoch nur an Wiedereinsteiger. Beraterin Meike Hansen erinnert sich, dass damals „ein Weiterbildungs-Beratungsmobil auf die Marktplätze in Nordfriesland gefahren ist“.

Das ist heute anders. Die Hauptzielgruppen, um die sich drei Beraterinnen und eine Projektassistentin kümmern, sind von Arbeitslosigkeit bedrohte Frauen, Berufsrückkehrerinnen, Teilzeitarbeiterinnen, die ihre Stundenzahl aufstocken möchten oder Existenzgründerinnen. Aber auch Bewerbungsverfahren, Konflikte am Arbeitsplatz wie Mobbing oder der Aus- und Wiedereinstieg aus gesundheitlichen Gründen sind Themen, die die Beraterinnen mit den Frauen besprechen. „Wir arbeiten in Netzwerken“, sagt Beraterin Katharina Petersen. Das Team pflegt Kontakte zum Jobcenter Flensburg, zur Arbeitsagentur sowie zu verschiedenen Einrichtungen und Verbänden.

2000 Gespräche führen die Beraterinnen in Flensburg, Nordfriesland und Schleswig-Flensburg pro Jahr. Und dass diese oft erfolgreich sind, zeigen die positiven Rückmeldungen: 50 bis 60 Prozent der Frauen finden eine Stelle, gründen eine Existenz oder nehmen an einer Weiterbildungsmaßnahme teil.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen