Grosssolt : Zukunftskonzept soll den Weg weisen

Verbandsvorsteher Matz Matzen kandidiert nicht wieder.
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Verbandsvorsteher Matz Matzen kandidiert nicht wieder.

Fehlende Klassenräume und Mängel im Brandschutz – der Schulverband Mittelangeln muss kräftig investieren.

shz.de von
12. April 2018, 12:30 Uhr

Zehn Jahre hat Matz Matzen als Verbandsvorsteher des Schulverbandes Mittelangeln die Schullandschaft maßgeblich mitgestaltet. Ein über die regionalen Grenzen bekanntes Schulzentrum mit Gymnasium und Gemeinschaftsschule in Satrup sowie Grundschulen in Großsolt, Husby, Sörup und Satrup haben in den vergangenen zehn Jahren durch umfangreiche Investitionen den Bildungsstandort Mittelangeln gestärkt. Nun kandidiert Matzen nicht wieder für Amt. „Ich bin sehr gerne Geschäftsstellenleiter der Volks- und Raiffeisenbank in Sörup“, begründet er seine Entscheidung. Der Beruf fordere ihn und dies habe ihn zu seiner Entscheidung veranlasst. Er wolle zudem auch stärker auf seine Gesundheit achten.

Matzen hinterlässt ein gut bestelltes Haus, übergibt dem Schulverband aber auch einige zukunftsweisende Herausforderungen. Ganz oben an steht ein Raumkonzept für das Schulzentrum. Fehlende Klassen- und Fachräume, dazu immer noch Container als Klassenräume und bisher nicht erfüllte Brandschutzauflagen erfordern erhebliche Investitionen in den kommenden Jahren.


Konzept für künftige Herausforderungen

Die Mitglieder des Schulverbands wollen nun ein Konzept entwickeln, das zukunftsfähig ist und das den modernen Erfordernissen des Lernens gerecht wird und zwar sowohl bezüglich der Ausstattung, etwa in der Informationstechnik, als auch der Klassengröße, denn künftig werden Differenzierung und jahrgangsübergreifender Unterricht bedeutendere Rollen spielen.

Da Schulen zunehmend mehr zu Ganztageseinrichtungen werden, müssen zusätzliche Räume zum Regenerieren und Entspannen verfügbar sein. Ein auf diese Fragen spezialisiertes Planungsbüro wurde beauftragt und hat mit Schülern bereits einen Workshop durchgeführt. Weitere Workshops werden folgen. Matzen kündigte für den Herbst erste Arbeitsergebnisse an.

Ein weiterer Herausforderung betrifft die Großsporthalle in Großsolt. Sie ist in die Jahre gekommen und muss saniert werden. Im Schulverband gibt es drei Planungsvarianten. Dazu gehört die umfassende Sanierung mit geschätzten Kosten von 800 000 Euro, ein Neubau in gleicher Größe für 1,25 Millionen Euro, oder der Neubau einer größeren Halle mit zwei Spielfeldern für rund zwei Millionen Euro. Für die Neubauten haben die Gemeinden Großsolt und Freienwill ihre finanzielle Unterstützung bereits zugesagt, da in der Hallen auch der Vereinssport stattfindet.


Hohe Kosten für Brandschutz

Eine weitere kostenintensive Baustelle ist die Brandschutzsanierung der Gemeinschaftsschule. Es wird mit Kosten von 250 000 Euro gerechnet. Bevor dazu Beschlüsse gefasst werden, soll jedoch zunächst das Ergebnis des Raumkonzeptes abgewartet werden.

Michael Heilmann rückt für Bernd Karde in den Schulleiterwahlausschuss nach. Die Stellvertretung übernimmt Bürgermeisterin Britta Lang.

Zustimmend hat der Schulverband den Antrag der Söruper Südensee-Schule, eine Offene Ganztagsschule einrichten zu können, zur Kenntnis genommen. Das Bildungsministerium muss den Antrag endgültig genehmigen.

Als die Kappelner Förderschule der Söruper Schule angegliedert wurde sollte sie von „Astrid-Lindgren-Schule“ in „Förderzentrum Angeln“ umbenannt werden. Da der neue Name von Schülern, Eltern und Lehrern nicht angenommen wurde, hat die Schulleitung auf Beschluss der Schulkonferenz die Rückbenennung der Schule in „Astrid-Lindgren-Schule“ gefordert. Dieser Forderung stimmte der Schulverband einstimmig zu.

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